Spaziergang

Heimatverein Haldern ging mit Wanderblogger auf Tour

Der Heimatverein Haldern wanderte durch die Umgebung.

Der Heimatverein Haldern wanderte durch die Umgebung.

Foto: Konrad Flintrop

Haldern.   Der Heimatverein Haldern ging mit Wanderblogger Jürgen Weiß auf Tour durch die Umgebung. Zur Stärkung wurde im Drostenhof eingekehrt.

Es war eine kleine, aber feine Schar gut gelaunter Wanderer, die sich am Samstagmittag am Halderner Marktplatz versammelte.

Ein halbes Dutzend Laufwillige war bereit, einen der vielen reizvollen Wanderwege der Umgebung miteinander zu erkunden. Für diesen besonderen Termin zeichnete der Neukirchen-Vluyner Wanderblogger Jürgen Weiß verantwortlich, der schon im vergangenen Jahr gekommen war.

Quasseln und gucken

„Das ist meine 995. Tour“, konnte der Aktivwanderer stolz verkünden. „Die 1000. Tour in Willich-Anrath ist schon terminiert für den 19. Mai“.

Alle Halderner Wanderwege hatte der sonstige Einzel-Gänger bereits abgewandert. „Bis auf einen“, und genau das war die Strecke, die die Gruppe an diesem Tag absolvieren sollte.

Für ihn als Alleinwanderer sei das „eine große Ausnahme, aber ein super Gefühl, weil wir quasseln die ganze Zeit. Der Nachteil ist, dass man nicht soviel sieht“, musste der 52-Jährige unwillkürlich lachen.

Immer wieder Neues entdecken

Volker Schürmann war für den Heimatverein Haldern als Ausrichter mit von der Partie. „Man kann immer wieder Neues entdecken. Wir laufen deshalb auch an ein paar historischen Orten vorbei, um ein Gefühl von Geschichte und Heimat zu bekommen“, war er mit der Resonanz nicht unzufrieden.

Alexa Krug hatte die Motivation gefunden mitzugehen. „Ich lauf mit dem Hund ja sowieso ständig“, meinte die 39-Jährige. „Die Ruhe“, die sie beim Laufen finde, mache es für sie aus.

Rumklönen in Gemeinschaft

Auch Udo Wittig, der jahrzehntelang alle Wanderungen des Heimatvereins geführt hatte und seine Frau Anita genossen die Strecke.

„Die Gemeinschaft, da wird auch mit rumgeklönt“, freute sich der bald 80-Jährige über die Bewegung.„Wir laufen auch in den Bergen zusammen. Wieviel rauf und runter, kann ich gar nicht sagen“, ergänzte seine Frau. „Die Gesundheit hat es zugelassen – und zu jeder Jahreszeit ist es ein anderes Bild. Man nimmt sehr viel wahr.“

Im Drostenhof gestärkt

Gerhard Peters hatte für die Tour extra ein Treffen mit seiner Tochter abgesagt und genoss die Sonnenstrahlen. „Man lernt immer neue, interessante Leute kennen. Ich bin auch schon mal quer durch Deutschland von Görlitz bis nach Aachen gelaufen“, erinnerte sich der 70-Jährige.

Das Wetter schlug dann auf dem Weg einige Kapriolen. Dem Sonnenschein folgten Schnee und Schneegriesel. Die wärmende Tasse Kaffee und der Kuchen als Stärkung im Drostenhof waren da nach einer etwas verkürzten Strecke von zwölf Kilometern mehr als verdient. „Gewitter hat noch gefehlt, ansonsten sind wir super gelaufen“, zog Volker Schümann ein positives Fazit des Nachmittags.

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