Politik

Joachim Sigmund ist neuer BGE-Vorsitzender

Gestatten, das neue Führungsteam der BürgerGemeinschaft Emmerich (BGE), v.li. Joachim Sigmund, Sabine Gerards, Maik Leypoldt, Sigrid Weicht, Annika Wardthuysen und Alfred Weicht. Udo Tepaß fehlte krankheitsbedingt. Gerd Bartels gehört dem neuen Vereinsvorstand nicht mehr an.

Gestatten, das neue Führungsteam der BürgerGemeinschaft Emmerich (BGE), v.li. Joachim Sigmund, Sabine Gerards, Maik Leypoldt, Sigrid Weicht, Annika Wardthuysen und Alfred Weicht. Udo Tepaß fehlte krankheitsbedingt. Gerd Bartels gehört dem neuen Vereinsvorstand nicht mehr an.

Foto: FUNKE Foto Services

Emmerich.   Neues Team aus Jung und Alt führt jetzt den Verein. Gerd Bartels gehört Vorstand nicht mehr an. BGE will Bürger gegen Neumarktprojekt mobilisieren.

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Als Vorsitzender eröffnete Gerd Bartels die Sondermitgliederversammlung der BGE. Das Ende der einstündigen Sitzung erlebte er nicht mehr am Vorstandstisch. Sein gerade gekürter Nachfolger Joachim Sigmund überreichte Bartels zum Dank ein Fläschchen Hochprozentiges. „Die BGE ist nicht nur im Suff zu ertragen“, scherze Bartels über das Präsent. Eigentlich stand der Posten des Vorsitzenden noch nicht zur Wahl, sondern erst 2017. Dennoch trat Bartels zurück. Er wolle den Aktiven die Chance geben, sich einzubringen und nicht als „alter Besen dazwischenfunken“.

Neues Team

Diese Gruppe war nur bereit, als Ganzes gewählt zu werden. Frischpensionär Joachim Sigmund wurde bei einer Gegenstimme von den zwei Dutzend Mitgliedern im Raben zum neuen BGE-Chef gewählt. Sein Stellvertreter ist Betriebswirt Maik Leypoldt (36), der bei der Baugenossenschaft arbeitet. Kassiererin wurde die Versicherungsfachwirtin Annika Wardthuysen (34), die über ihren Vater, Ex-Ratsmitglied Günter Wardthuysen zur BGE kam. Schriftführer ist künftig der Rentner Alfred Weicht (65), der seit zehn Jahren der BGE angehört. Zu Beisitzern wurden Sabine Gerards, Sigrid Weicht und Udo Tepaß gewählt.

Auch wenn die Zeichen auf harmonischen Neuanfang standen, ging es nicht ohne kritische Rückschau ab. „Beschämend“ nannte André Spiertz die Versammlung vom 29. Juni: „So etwas habe ich noch nie erlebt.“ Solche Respektlosigkeiten habe keiner verdient. Er appellierte, Schüsse aus dem Hinterhalt künftig zu unterlassen.

Auch Bartels ging noch einmal auf den „wenig harmonischen Verlauf“ der Jahreshauptversammlung ein. Ein Auslöser für die internen Querelen waren Denkmodelle zur Nachwuchsregelung, die bei einigen Fraktionskollegen Entrüstung und Frust ausgelöst hätten: „Leider hat sich aus diesem an sich positiven Szenario der schönste interne Streit entwickelt.“

Auf einer Sonderfraktionssitzung hätten sich dann alle Teilnehmer wieder auf die eigentliche Arbeit besonnen. Der Abend habe gezeigt, dass die Fraktionsarbeit neu strukturiert werden müsse, um den Nachwuchskräften gerecht zu werden: „Die Weichen sind gestellt, der Fahrplan steht“, so Bartels. Der neue Vorsitzende Sigmund kündigte an, dass in Kürze der Abstimmungsprozess zur Aufgabenverteilung mit der Fraktion erfolgen werde. Er betonte, ohne den Verein, der die Fraktion trage, würde die Grundlage für die politische Arbeit entfallen. Die Arbeit soll auf mehrere Schultern verteilt werden Dazu habe sich nunmehr ein Team aus Jung und Alt gefunden.

Dann meldete sich die BGE inhaltlich zurück. Sie hat vor, die Bürger gegen die Neumarkt-Bebauung zu mobilisieren, u.a. über ihren Mitgliederbrief und eine Aktion mit der Fraktion: „Wir sind überzeugt, dass viele Emmericher Bürger die Pläne von Schoofs ablehnen und ganz andere Vorschläge haben. Die Politik muss die Entscheidung pro Schoofs endlich revidieren. Jede Unterstützung ist uns willkommen“, sagte Sigmund.

BGE-Gründungsmitglied Gudrun Beckschaefer war das alles noch „zu unkonkret“.

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