Wirtschaft

Kersten Arealmaschinen aus Rees erhielt Innovationsmedaille

Über die Innovationsmedaille freuen sich Robert Bosch (v.l.), Bernd Boßmann und Hannes Baumann. Bürgermeister Christoph Gerwers

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Über die Innovationsmedaille freuen sich Robert Bosch (v.l.), Bernd Boßmann und Hannes Baumann. Bürgermeister Christoph Gerwers Foto: NRZ

Rees.   Nach Insolvenz vor drei Jahren folgen wieder positive Schlagzeigen. Idee für prämierte Steuerungseinheit für eine Kehrmaschine hatte Robert Bosch.

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Die Krisenzeiten sind gut überstanden. Bei der Firma Kersten Arealmaschinen GmbH läuft es nach der Insolvenz von vor drei Jahren wieder rund. Die beiden jungen Unternehmer Bernd Boßmann und Robert Bosch wagten seinerzeit den Schritt in die Selbstständigkeit und sind nun zu gleichen Teilen Geschäftsführer der Firma.

Seit der Neuausrichtung sind Mitarbeiter und Geschäftsführer ständige Teilnehmer diverser Fachmessen. „Es ist wichtig, dass unsere Kunden neues Vertrauen zu der Firma Kersten gewinnen“, berichtet der Appeldorner Robert Bosch. Außerdem könne man während der Fachmessen Anregungen, Anmerkungen und Kundenwünsche der Messebesucher aufschnappen, um die neuen Erkenntnisse bei der ständigen Weiterentwicklung der Produkte einfließen zu lassen. Mühen, die sich nun offenbar beginnen auszuwirken: So wurde die Firma Kersten Arealmaschinen GmbH vom Präsidium des Wirtschafts- und Arbeitgeberverband für Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (GaLaBau) jetzt mit der Innovationsmedaille 2016 ausgezeichnet und stellte eindrucksvoll unter Beweis, dass die Firma nicht nur gut wirtschaftet, sondern sich zunehmend auch wieder im Bereich „Innovationen und Patente“ einen Namen macht. Bei dem prämierten Projekt handelt es sich um eine Steuerungseinheit für eine Kehrmaschine, die sich dank eines intelligenten Systems automatisch dem jeweiligen Untergrund anpasst.

Die Idee hierzu hatte der technische Geschäftsführer Robert Bosch. Für die Umsetzung sorgte Hannes Baumann aus Haffen, zuständiger Ingenieur der Fa. Kersten. Er befasste sich bereits im Rahmen seiner Bachelor-Arbeit im Jahr 2014 mit der Entwicklung dieser Innovation und konnte den theoretischen Ansatz nun, zwei Jahre später, gemeinsam mit Robert Bosch in die Tat umsetzen.

Die Bewertungskommission der GaLaBau und die Fachpresse sind sich einig, dass das Produkt sowohl einen verbesserten Bedienkomfort als auch eine verbesserte Arbeitssicherheit biete, da zum Einstellen der Maschine das Fahrerhaus nicht mehr verlassen werden muss. Zusätzlich werde die Arbeitsqualität gesteigert, da sich das Kehrergebnis verbessert und der Verschleiß an den Borsten der Kehrwalze reduziert. Beste Voraussetzungen also, um in naher Zukunft nicht nur Fachleute, sondern auch Endkunden von dem Produkt zu überzeugen.

Bürgermeister Christoph Gerwers gratulierte den aufstrebenden Geschäftsleuten zu der Auszeichnung und zeigte sich nach der Demonstration der Kehrmaschine beeindruckt: „Die Geschäftsführer Robert Bosch und Bernd Boßmann sowie Ingenieur Hannes Baumann gehen mit viel Leidenschaft und guten Ideen ihrer Arbeit nach. Ich freue mich, dass es der Firma gelingt, wieder positive Schlagzeilen zu machen.“

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