Frauengemeinschaft

Pater Zakarias kämpft für die Zukunft der kfd Vrasselt

Pater Zakarias Sago, der einzige Mann im Bild, möchte sich für den Fortbestand der kfd Vrasselt einsetzen.

Pater Zakarias Sago, der einzige Mann im Bild, möchte sich für den Fortbestand der kfd Vrasselt einsetzen.

Foto: DK

Vrasselt.   Die kfd Vrasselt steht vor einem wegweisendem Jahr. Hat die Frauengemeinschaft eine Zukunft? Nachfolgeregelung für die Leitung ist ungeklärt.

Mit solch einer Resonanz hatte Teamleiterin Gotelind Vervoorst am Mittwochabend im Vrasselter Pfarrheim nicht gerechnet. „Ich bin ein bisschen erschlagen, dass so viele gekommen sind“, hieß es von der Teamsprecherin der kfd Vrasselt vor mehr als 30 Mitgliedern.

Die Anspannung über den Fortbestand der Katholischen Frauengemeinschaft (kfd) im Ortsteil stand ihr genauso wie dem gesamten Team ins Gesicht geschrieben. Denn mit dem Abend der Jahreshauptversammlung war für Kassiererin Regina Reymer nach zehn Jahren Schluss.

Das gesamte Team zieht 2019 einen Strich unter das kfd-Kapitel mit seinen 150 Mitgliedern. Lange habe man nach Nachfolgern gesucht, aber alles blieb erfolglos. „Sie haben rechts und links geschaut, Töchter, Enkel und Nachbarinnen angesprochen“, lobte kfd-Bildungsreferentin Eva Brentjes.

Eine Fusion wollen die Frauen nicht

Die Vertreterin des Diözesanverbandes aus Münster begleitet seit Dezember 2017 den schleichenden Auflösungsprozess, machte aber Mut und stellte den Mitgliedern Lösungsmöglichkeiten vor.

Als da wäre etwa eine Fusion mit der Nachbar-kfd in Praest oder gar mit Emmerich (Heilig-Geist, Aldegundis und Liebfrauen). Zur Gesprächsaufnahme mit der anderen Südstaaten-Frauengemeinschaft konnten sich noch nicht einmal die Hälfte der Anwesenden durchringen, noch geringer fiel das Votum für Emmerich aus.

Gute Kassenlage: In 2018 sind keine Beiträge zu zahlen

Um das Thema Kasse zu überbrücken entschied die Versammlung, dass aufgrund der guten Kassenlage dieses Jahr keine Beiträge gezahlt werden müssen. Zudem habe sich Sabrina Derksen bereiterklärt die Kasse zu führen. Unterstützung erhält sie von Gotelind Vervoorst. „Dadurch ist das Grundproblem doch nicht gelöst“, brachte es die ehemalige Teamsprecherin Gabi Wemmer auf den Punkt und sprach von „Rummeierei“.

Dann kam die große Stunde von Pater Zakarias. Nach dem für alle schmerzlichen Weggang in 2017 von Pastoralreferentin Kirsten Ebben (NRZ berichtete), die sich stets um die kfd kümmerte, ergriff der Vertreter von Pfarrer Bernd de Baey bei der Jahreshauptversammlung das Wort. Der Geistliche sprach von einer der „besten Säulen in der Kirchengemeinde“.

Pater Zakarias sieht die kfd als „wichtige Gemeinschaft“

Zugleich unterstrich er die umfänglichen Aktivitäten. Wie etwa die Fahrt zum Ebertbad in Oberhausen, die gemeinsam mit den Dornicker Frauen, die sich bereits von der kfd loslösten, jährlich durchgeführt werde. Oder den Besuch des Weihnachtsmarktes in Münster und den Dip-Abend, alles Veranstaltungen auf die Claudia van Stegen vorab im Jahresrückblick einging.

„Die kfd ist eine besondere und wichtige Gemeinschaft“, erklärte Pater Zakarias. „Wir haben noch elf Monate Zeit um Nachfolger zu finden.“ Er persönlich werde Frauen in Vrasselt in den kommenden Wochen ansprechen.

Wie positiv gestimmt er an die Sache rangeht, bewies er kurze Zeit nach Versammlungsende. In seinem Büchlein stünden schon vier Namen, erklärte er im NRZ-Gespräch. „Das schaffen wird. Die Grundstimmung ist gut.“

>> EIN SCHÖNES ABSCHIEDSGESCHENK

Etwas Schönes zum Abschluss aufgrund der guten Kassenlage werde man in 2018 gemeinsam mit dem scheidenden Team noch organisieren. So könne man sich vorstellen, dass beim traditionellen Bunden Nachmittag für kfd-Mitglieder kein Eintritt erhoben werde.

Zum scheidenden Team gehören neben Sprecherin Gotelind Vervoorst und der ehemaligen Kassiererin Regina Reymer: Patrizia Mazerath, Astrid Kerstjens, Hilde Bosacki, Marlies Knorr, Claudia van Stegen, Claudia Kellmann und Ehrenmitglied Sefa Arts.

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