Schützenfest Empel

Robert Klinkhammer ist neuer König von Empel

König Robert Klinkhammer und seine Frau Königin Heidrun Weber-Klinkhammer stoßen auf ihre neue Regentschaft an.

Foto: Arnulf Stoffel

König Robert Klinkhammer und seine Frau Königin Heidrun Weber-Klinkhammer stoßen auf ihre neue Regentschaft an.

Empel.   Mit dem 65. Schuss stand bei den St. Johannes-Schützen Empel der König fest. An seiner Seite regiert seine Ehefrau Heidrun Weber-Klinkhammer.

Mit dem 50. Schuss bekam der Vogel „das Flattern“. Ein Ruck ging durch den hölzernen Vogelrumpf, als Johannes Bünck ihn anschoss. „Jetzt wird es spannend“, kommentierte Klaus Wüst, Schriftführer der St. Johannes-Schützenbruderschaft Empel. Mit dem 65. Schuss war der Vogel (gebaut von Bernhard Bünck) schließlich „erlegt“.

Das besorgte Robert Klinkhammer, der damit neuer Schützenkönig in Empel ist. Zur seiner Königin wählte er seine Ehefrau, Gudrun Weber-Klinkhammer. „Zunächst hab ich es einen Moment lang nicht geglaubt“, sagte er rückblickend. Dann war die Freude groß.

Entscheidende Tipp kam von Gerd Meyboom

„Der alles entscheidende Tipp, wohin ich schießen sollte, kam von Gerd Meyboom“, wird Klinkhammer später sagen. Womit der Tipp von einem Schützen kam, der es wissen muss. Schließlich hat Gerd Meyboom schon zweimal den Empeler Schützenthron bestiegen.

Heidrun Weber-Klinkhammer nahm die neue Königinnen-Würde gelassen. „Ich mach mit und bin das schmückende Beiwerk“, kommentierte sie mit einem Schmunzeln.

Erleichterung hatte sich zuvor beim Präsidenten der Bruderschaft Josef Meyboom eingestellt. „Blickt man zu den Nachbarn, wird einem schon ein bisschen mulmig, weil viele Schützenvereine und Bruderschaften Probleme haben, Bewerber zu finden“, sagte er.

Doch in Empel stellten sich gleich vier Königsbewerber ein, neben Robert Klinkhammer und Johannes Bünck noch Johannes Blümer und Bernhard Schürmann. „Alle sind Mitglieder eines Landwirt-Kegelclubs“, so Präsident Meyboom. Folglich fungieren auch alle als Throngefolge, insgesamt sind es zehn Paare, darunter natürlich auch die Ehefrauen der Königsbewerber Irmgrad Blümer, Helga Bünck und Hedi Schürmann.

Hedi Schürmann hatte im Vorfeld Pflaumenkuchen und Grillage-Torte gezaubert. „Alles eingefroren, damit es jetzt in den Festtagen nicht zu stressig wird“, sagt sie. Das Backwerk soll nun gemeinsam verzehrt werden.

Wer die Preise erzielte

Die Preise beim Königschießen gingen an Uwe Scholten (Krone), Frank Scheffthaler (Zepter), Christoph Terwege (Reichsapfel), Patrick Terwege (Kopf), Marcus Ehringfeld (rechter Flügel) und Winfried Hartung sen. (linker Flügel).

Bereits am Samstag war der Jungschützenkönig ermittelt worden. Hier konnte sich Luca Böing durchsetzen. Die Preise sicherten sich Daniel Hartung, Luca Böing und Philipp von Wittenhorst-Sonsfeld.

Im Rahmen des Schützenfestes gab es auch zahlreiche Auszeichnungen: Der Vereinswanderpreis ging an den 2. Zug. Sieger des Vereinswanderpreisschießens sind, vom 1. Zug: Udo Feldhaus, Jürgen Möllenbeck, beide grün-silberne Schnur, Dominik Möllenbeck, grüne Schnur; vom 2. Zug: Karl-Heinz Hartung, goldene Eichel; Winfried Hartung jun., silberne Schieß-Plakette, Dennis Schlüter, grün-silberne Eichel; vom 3. Zug: Frank Schlüter, goldene Eichel; Jungschützen: Luca Böing, grüne Eichel. Er erhielt auch die Kette für den besten Jungschützen. Der Offizierswanderpreis ging an Gerd Meyboom.

Die Brudermeisterschaft haben erzielt: Henning Herentray (Schüler), Luca Böing (Jugend), Dennis Schlüter (Schützen), Jürgen Möllenbeck (Altersklasse), Gerd-Peter Rulofs (Senioren) und Karl-Heinz Hartung (Luftpistole und Kleinkaliber).

>>AUSZEICHNUNGEN FÜR ZWEI SCHÜTZEN

Zahlreiche Schützen wurden im Rahmen des Schützenfestes ausgezeichnet: Josef Funk, 3. Zug, Orden für besondere Leistung; Alina Schepers, Fahnenschwenker-Jubelorden für zehn Jahre Fahnenschwenken; Brigitte Attig, Frauenbrosche in Silber.


Die Königinnen-Erinnerungsbrosche ging an Lea Seelen, neue Jugendprinzessin ist Julia Bünck.


Johannes Griebler vom Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften verlieh gleich zweimal den Hohen Bruderschaftsorden, und zwar an die beiden Empeler Schützenbrüder Thorsten Born und Uwe Scholten.

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