Logistik-Ansiedlung

Spedition Convent baut neue Logistikanlagen in Emmerich

Markus Schramm und Susanne Convent-Schramm erklären die Pläne für die Erweiterung der Spedition Convent-Schramm am Standort Emmerich.

Markus Schramm und Susanne Convent-Schramm erklären die Pläne für die Erweiterung der Spedition Convent-Schramm am Standort Emmerich.

Foto: Convent

Emmerich.   Die Firma Convent erwirbt die letzt freie Fläche im Nettpark in Emmerich. Was die Spedition mit der 18-Millionen-Euro-Investition erreichen will.

Die Spedition Convent komplettiert das Emmericher Logistik-Puzzle und erwirbt die letzte freie Fläche im Nettpark. Auf 3,25 Hektar nördlich des Ravensackerweges entsteht eine neue Logistikanlage zur Lagerung von Kunststoffgranulat.

„Mit dem Bau der ersten Halle möchten wir direkt nach Erteilung der Baugenehmigung, die noch in diesem Jahr beantragt wird, beginnen. Mit der Fertigstellung rechnen wir im Herbst 2019. Der zweite Bauabschnitt soll dann bereits 2020 folgen“, erläutert Geschäftsführerin Susanne Convent-Schramm die Pläne.

Neue Lagerhallen auf 20.000 Quadratmeter

Die Convent & Schramm Grundbesitz GmbH, hier ist neben Convent-Schramm ihr Mann Markus Schramm Geschäftsführer, erwirbt die Fläche von der Erschließungsgesellschaft Emmerich (EGE). Das neue Gebäude wird dann an die Spedition vermietet. In zwei Bauabschnitten werden Lagerhallen von insgesamt 20.000 Quadratmetern errichtet.

Das Unternehmen hat vor gut 20 Jahren neben dem Transportgeschäft mit der Lagerung begonnen. Diese Sparte ist kontinuierlich gewachsen. Vor 18 Jahren hat Convent An der Schleuse einen weiteren Standort eröffnet, der auch immer weiter gewachsen ist. „Mit 30.000 Quadratmetern Fläche waren wir in Emmerich lange gut aufgestellt. Aber unsere Kunden wachsen immer weiter. Über die Jahre haben wir 15.000 Quadratmeter in Emmerich zusätzlich angemietet. Der Trend hat sich verfestigt. Jetzt lohnt es sich, selbst zu investieren“, erklärt Convent-Schramm.

Aktuell sechs Standorte

Zwischen den aktuell sechs Standorten fahre die Spedition auch viel hin und her. Eine Konzentration mache Sinn. Gemietete Flächen, ergänzt Markus Schramm, bei Convent Leiter Transport, werde man nur zum Teil abgeben: „Die Flächen in Emmerich sind knapp. Da halten wir lieber eine Hand drauf.“

Die Anlage An der Schleuse ist nach dem Bundesemissionsschutzgesetz errichtet. Hier dürfen Gefahrstoffe gelagert werden. Es sei gut denkbar, dass diese Anlage in zwei, drei Jahren ausgebaut werde: „Der Bedarf ist da“, sagt Convent-Schramm. Etwa für die Emmericher Firmen wie Kao Chemicals, KLK Oleo oder Johnson Matthey. Auch Biotec zählt zu den Convent-Kunden. Und der Emmericher Hafen wird durch die aktuellen Investitionen weiter ausgelastet werden.

Zehn neue Arbeitsplätze

Auch möchte Convent seinen jungen Mitarbeitern eine Perspektive aufzeigen und ein Zeichen setzen. Aktuell zählt Convent 75 Mitarbeiter. Das Personal an den jetzt angemieteten Standorten wechselt mit der Fertigstellung des ersten Bauabschnitts zum Ravensackerweg. Zehn neue Stellen sollen außerdem entstehen.

„Ideal wäre natürlich eine Anbindung des Ravensackerweges an die Netterdensche Straße und somit zur A3“, sagt Susanne Convent-Schramm. Bekanntlich ist diese Lösung noch nicht geklärt.

>> SPARKASSE FINANZIERT

Die Finanzierung der Investition übernimmt die Sparkasse Rhein-Maas.

Mit den Ansiedlungen der BLG, der Fiege Gruppe und der Spedition Convent ist es uns gelungen, den Nettpark zu einem herausragenden Logistik-Standort zu entwickeln. Das hätte vor Jahren kaum einer für möglich gehalten“, schreiben die beiden EGE-Geschäftsführer Arndt Willems und Reinhard Barthel.

Auch Bürgermeister Peter Hinze ist glücklich: „Seit über 80 Jahren ist die Spedition Convent in Emmerich tätig. Dass das Unternehmen nun weiter in unsere Stadt investiert, ist ein großer Vertrauensbeweis in den Wirtschaftsstandort Emmerich am Rhein.“

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