Wirtschaftsförderung

Terörde neuer Wirtschaftsförderer

Auf gute Zusammenarbeit: Peter Hinze (links) und Sascha Terörde vor dem „Sorgenkind“ Steinstraße.

Auf gute Zusammenarbeit: Peter Hinze (links) und Sascha Terörde vor dem „Sorgenkind“ Steinstraße.

Foto: FUNKE Foto Services

Emmerich.   Der Neue kommt aus Bocholt und ist ein ausgewiesener Immobilien-Fachmann. Er fängt am 1. Juli an, will erst einmal Klinken putzen, hat aber schon Konzept im Ärmel.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Viele Jahre hat Altbürgermeister Diks die Geschäfte der Wirtschaftsförderungs- und Stadtmarketing-Gesellschaft nebenher erledigt. Das war den Gesellschaftern zuletzt nicht mehr genug. Sie stellten die Weichen neu - und schufen eine hauptamtliche Stelle. Bürgermeister Peter Hinze stellte gestern Sascha Terörde als neuen Geschäftsführer vor. In zwei Wochen kann der 44-Jährige in Emmerich anfangen. „Wir sind froh, dass es schon zum 1. Juli geklappt hat, weil zum 30. Juni der Vertrag des alten Wirtschaftsförderers ausläuft“, freut sich Hinze über den nahtlosen Übergang.

Favoritenrolle

Sascha Terörde ist ein ausgewiesener Fachmann in Sachen Immobilienwirtschaft. Er hat zuletzt vier Jahre als Referent bei der Wirtschaftsförderung in Bocholt gearbeitet und dort vor allem den Anschluss der Gewerbegebiete ans Breitbandnetz mit Erfolg forciert. Der gebürtige Bocholter ist Diplom-Geograph und hat eine berufsbegleitende Weiterbildung zum Immobilien-Ökonom absolviert. Schon zu Studienzeiten erstellte er für die Wohnungswirtschaft Standortanalysen. Das machte er im Bereich Einzelhandel auch für die GfK Prisma in Hamburg, ehe er zur Deutschen Immobilienleasing nach Düsseldorf ging, wo er in verschiedenen Positionen tätig war. 2012 bot sich ihm die Chance, in seine Heimatstadt Bocholt zurück zu kehren. Dort bleibt er zwar wohnen, aber sein Schreibtisch steht ab Juli in Emmerich. Er ist dann Chef von neun festen Mitarbeitern und 32 ehrenamtlichen Kräften im InfoCenter. Für Hinze steht schon jetzt fest: „Er passt ins Team.“ Ter- ördes Kontrakt ist zunächst auf fünf Jahre befristet.

42 Bewerbungen waren auf die Ausschreibung eingegangen, neun Kandidaten stellten sich in drei Vorstellungsrunden vor. Terörde stieg schnell in den Favoritenkreis auf. Am Ende fiel das Votum der Gesellschafterversammlung einstimmig aus. Auch deshalb, weil er ein „überzeugendes Konzept“ vorgelegt habe, so Hinze. Für Terörde steht fest: „Emmerich hat Potential, das entwickelt werden muss.“ Um das „Golden Gate am Niederrhein“ nach vorne bringen zu können, müsse er zunächst „Klinken putzen“, die Stadt und ihre „player am Markt“ sowie Sponsoren kennenlernen : „Ich muss mir erst mal einen Überblick verschaffen.“ Er muss auch ein Gespür für Chancen und Problemlagen bekommen. Und da landet er dann ganz schnell beim kriselnden Einzelhandel.
In der 2001 gegründeten Wirtschaftsförderungs- und Stadtmarketing-Gesellschaft ist die Stadt Emmerich mit 70 Prozent Mehrheitsgesellschafterin. Port Emmerich GmbH und Stadtsparkasse Emmerich-Rees halten je 15 Prozent der Anteile. Das Budget liegt bei annähernd 450 000 Euro.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben