Schüler können ja richtig pfiffig sein: Auf ein Verbot der Schulleitung, das Aufputsch-Getränk Red Bull auf dem Schulgelände zu konsumieren, reagierten die Schüler der Realschule Kalkar, Nick-Simon du Chantenier und Joshua-Felix Hasse, mit einer wunderbaren Idee: Von ihrer Lehrerin ließen sie sich aus Zehntklässlern eine Probandengruppe zusammenstellen und maßen den systolischen und diastolischen Blutdruck nach der Aufnahme des Getränks mit einer Vergleichsgruppe.
Blinker für ein Skater-Longboard
Anfangs sank der Blutdruck nach der Aufnahme von Red Bull, dann aber stieg er abhängig von der Körpergröße „wie eine Rakete“. Dies beeinflusste einen nachfolgenden Aufmerksamkeitstest negativ. Fazit der Schüler: Das Verbot der Schulleitung ist begründet. Die Schüler haben herausgefunden, wie Red Bull auf den menschlichen Körper wirkt.
Die Realschule Kalkar war gestern mit zehn Arbeiten beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ in Krefeld vertreten. Schüler und Auszubildende vom gesamten Niederrhein stellten hier ihre Arbeiten vor. Insgesamt waren 289 Jugendliche mit 150 selbstgewählten Forschungsarbeiten am Start. Sie kämpften um den Sieg in den Fachgebieten Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathe/Informatik, Technik und Physik.
Ein Blinker für ein Skater-Longboard
Darunter waren auch Marvin Pauls und Peer Ranschaert von der Leni-Valk-Realschule aus Goch. Sie bauten einen Blinker für ein Skater-Longboard. Marvins Vater hatte den beiden Elfjährigen beim Löten geholfen. Den elektrischen Mechanismus, der beim Kurvenfahren durch Neigungsdruck ein Blinkzeichen auslöst, hatte Marvin sich ausgedacht. Er hatte seinem Vater, einem Elektrotechniker, öfter über die Schulter geguckt. Die Jungen berichten, dass die Mitschüler ihre Beteiligung an dem Wettbewerb „cool“ gefunden hätten.
Es wurden in Krefeld viele Interessante Fragen aufgeworfen, die die Kinder und Jugendlichen mit Hilfe ihrer Lehrer auch beantworten konnte.
Lieben Tomaten Mozart? Mit dieser schrägen Frage lockten die Schüler der Gesamtschule Uerdingen Tarik Kücüktas (16), Fiete Gockeln (15), Larry Camara (17) und Saleh Jafari (16) Neugierige an ihren Stand im Seidenweberhaus. Die Jungs hatten von einer Studie erfahren, die behauptete, dass Pflanzen unter dem Einfluss von Schallwellen ein besseres Wachstum erreichten.
Mozart führt zu mehr Biomasse bei Pflanzen
Spezielle Rezeptoren an den Blattspitzen würden die Schallwellen aufnehmen und weiterleiten. Eine Gruppe von Tomatenpflanzen wurde mit einem Konzert für Flöte und Harfe von Wolfgang Amadeus Mozart beschallt, 41 Tage lang über 24 Stunden. Eine gleich große Pflanzengruppe wurde über den gleichen Zeitraum dem Stück „Herzeleid“ der Heavy-Metall-Gruppe Ramstein ausgesetzt mit dem Ergebnis, dass die Rammstein-Pflanzen mehr Seitentriebe hatten als die Mozart-Pflanzen. Weniger Seitentriebe bedeutet eine stärkere Sonneneinstrahlung und entsprechend bessere Reifung der Früchte. Bei gleichem Höhenwuchs in beiden Gruppen wiesen die Mozart-Pflanzen 500 Gramm mehr Biomasse auf.


