Vertreter der Grünen, SPD und CDU nebeneinander an einem Tisch – „unter Kurden vermisse ich so etwas“, sagte Osman Güden, Vorsitzender des Vereins der Eziden am unteren Niederrhein in Kalkar. Hier trafen sich am Samstag Vertreter kurdischer Vereine in Deutschland zur Mitgliederversammlung des Zentralrats der Kurden in Deutschland. Vorgeschaltet war eine Diskussion mit Vertretern des Rats der Stadt Kalkar sowie der Bürgermeisterin Britta Schulz.

Eine spannende Diskussion, die Einblicke in die vielfältigen Schwierigkeiten erlaubte, die gemeinhin unter den Begriff Integration fallen. „Wir wollen in die Mitte der Gesellschaft, nicht am Rand bleiben“, formulierte Kahraman Evsen, Präsident des Zentralrats der Kurden. Er beklagte, dass sich nicht einmal die jesidischen Gruppierungen in Deutschland auf eine gemeinsame Linie einigen können.