Serie Mein Garten

Blütenpracht für Bienen in Pfalzdorf

Daniela Dienst-Loth und Stefan Loth zeigen ihren Bienengarten in Pfalzdorf.

Foto: Anke Gellert-Helpenstein

Daniela Dienst-Loth und Stefan Loth zeigen ihren Bienengarten in Pfalzdorf. Foto: Anke Gellert-Helpenstein

Goch-Pfalzdorf.   In Pfalzdorf öffnen gleich zwei Gärten der Familie Dienst-Loth ihre Pforten für Neugierige. Ein Kräuter- und ein Bienengarten

Es summt und brummt überall. Wer genau hinhört, sich sozusagen hineinhört, der erlebt den Ton nicht als bedrohlich oder unruhig, sondern eher wie eine akustische Meditation, eine Beruhigung der besonderen Art. Wer sich darauf einlassen möchte, der ist im Bienengarten von Stefan Loth bestens aufgehoben. Oder auch im duftenden, wild-romantischen Kräutergarten seiner Frau Dr. Daniela Dienst-Loth (beide 55). Mit ihren zwei Gärten machen sie mit beim Projekt „Offene Gärten im Kleverland“. Und selten ist der Garten als Lebensraum so riechbar, essbar und hörbar wie hier in Pfalzdorf an der Kuhstraße 25 (Kräutergarten), bzw. 100 Meter weiter am Nachtigallenweg 20 (Bienengarten).

Stefan Loth entdeckte seine Leidenschaft für die Honigbiene vor rund acht Jahren. Und durch sie auch die eigene Ruhe wieder. Denn als Wirtschaftsinformatiker war er eher weit weg von dem, was die Natur zu bieten hat. „Ich bin mit drei Bienenvölkern angefangen, nur so fürs Hobby, hatte dann bald 30 und jetzt über 50“, berichtet der mittlerweile bodenständige Imker, der aus seiner Leidenschaft auch ein zweites, nebenberufliches Standbein gemacht hat. Er erstand unweit des Wohnhauses 4000 Quadratmeter Landschaftsschutzgebiet. Dort fühlen sich auf rund 2000 Quadratmeter die Bienenvölker wohl. Summen, brummen, schwärmen aus und sammeln unermüdlich Nektar, der die Grundlage für den köstlichen Honig ist, den Loth dort samstags auch verkauft.

Knochenarbeit – für Bienen und Imker. Der übrigens nur selten gestochen wird. Vielmehr belohnt ihn das Summen und Brummen, das Draußensein, die Natur mit all ihren Eindrücken. „Jetzt blühen bald die Brombeeren, dann ist das hier ein Blütenmeer, übersät mit meinen Bienen.“ Und dann auch nicht nur schön anzuhören, sondern auch ebenso schön anzusehen. Die Besucher können hier das Wechselspiel, die gegenseitige Abhängigkeit zwischen Bienen und Blüten hautnah erleben.

Ganz auf nützliche Insektenvielfalt ausgerichtet ist auch der duftende Kräuter- und Blumengarten auf rund 1700 Quadratmetern am Haus der Loths. Hier ist die Hausherrin Chefin und Meisterin in Sachen Rosen, Kräuter und Co.. Unkräuter gibt’s nicht, es darf wachsen, was wachsen möchte und die grünen Daumen von Daniela Dienst-Loth halten nur in Ordnung, was in Ordnung gehalten werden muss. „Die Konzentration liegt auf Käutern, Obst, Blumen, die für Insekten nützlich sind“, betont sie. Und für den Eigenbedarf auch. Brennesseltee ist da nur ein Beispiel von vielen.

Der nächste Termin für den offenen Garten in Goch-Pfalzdorf: Sonntag, 11. Juni, 11 bis 17 Uhr. Weitere Termine/Orte/Infos gibt’s im Netz unter www.gaerten-kleverland.de

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