Handwerk

Dachdecker-Handwerk sucht im Kreis Kleve dringend Azubis

Die Dachdeckerinnung macht Werbung für ihren Beruf

Die Dachdeckerinnung macht Werbung für ihren Beruf

Foto: Anke Gellert-Helpenstein

Kreis Kleve.   Der angehende Dachdecker Matthias Molderings macht mit bei einer Image-Kampagne seiner Innung im Kreis Kleve. Aufstiegschancen gibt es viele.

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Eine Ausbildung, die Freude macht. Das sieht man dem 22-jährigen Matthias Molderings an, der sich im dritten Lehrjahr zum Dachdecker befindet. Zum Jahresende macht er seine Gesellenprüfung. Wie leider nur ganz wenige junge Leute.

Nachwuchs gesucht, der „ganz nach oben“ will

Die Dachdecker-Innung des Kreises Kleve mit Ralf Matenaer als Obermeister an der Spitze, sucht händeringend Nachwuchs, der im wahrsten Sinne des Wortes „ganz nach oben“ will. Deswegen macht Matthias Molderings mit bei einer Image-Kampagne seines Handwerksverbands.

Motto der Kampagne: „Oben ist nach vorn!“

Verteilt werden Flyer unter dem Motto „Oben ist nach vorn!“ Dabei geht die Innung auch in Schulen, auf Job- und Ausbildungsbörsen und lädt zu persönlichen Gesprächen und Praktika ein.

Molderings wird Dachdecker in erster Linie, weil es ihm wirklich Spaß macht, das Handwerk auszuüben, und er andere nur zu gerne mit seiner Begeisterung für den Beruf anstecken möchte. Bevor Molderings zu den Dachdeckern kam, hatte er bereits eine Ausbildung mit einem Gesellenjahr als KFZ-Mechatroniker hinter sich gebracht.

„Aber ich wollte nicht immer nur in der selben Halle arbeiten“, verrät er. Gerade die ständigen Wechsel der Baustellen, auf denen er mit seinem Team an immer neuen handwerklichen Herausforderungen arbeitet, machen für ihn den Beruf des Dachdeckers so abwechslungsreich. Damit hat er sich für einen wirklich krisensicheren Beruf entschieden – mit besten Aussichten einen sicheren und gut bezahlten Job zu bekommen.

Krisensicherer, vielseitig und interessant

Ralf Matenaer bestätigt: „Krisensicherer, vielseitig und interessant. Das ist unser Beruf. Und die Ausbildung ist umfangreich. Überbetrieblicher Unterricht – theoretisch in der Berufsschule und praktisch in der Lehrwerkstatt – wechselt sich mit der betrieblichen Ausbildung auf den Baustellen ab.“

Aufstieg zu Meister und Studium, auch ohne Abitur

Lehrlingswart Markus Gerke ergänzt, dass der Beruf auch deshalb so kurzweilig ist, weil nicht nur Dächer eingedeckt werden. Dachdecker bauen Dachfenster ein, verkleiden Gauben, statten Dächer mit Solarpaneelen aus und vieles mehr. Einige studieren nach Gesellenprüfung und Meistertitel noch – was dann auch ohne Abitur möglich ist. Die Aufstiegsleiter ist lang.

Zwar sollten Dachdecker immer noch körperlich in guter Kondition sein, aber der Beruf ist längst nicht mehr so hart, wie in früheren Zeiten. Moderne Technik vom Kran bis zum Lastenaufzug steht auf jeder Baustelle zur Verfügung und Sicherheit wird groß geschrieben.

Bezahlung ist überdurchschnittlich hoch

Und last not least sollten potenzielle Azubis nicht vergessen, dass die Bezahlung überdurchschnittlich hoch. „Auch als Azubi verdient man mehr als in den meisten kaufmännischen Berufen und anderen Handwerkszweigen“ sagt Robert Velder, Pressesprecher der Innung.

Immer mehr junge Frauen entscheiden sich auch dafür

„Und Dachdecker ist schon längst kein reiner Männerberuf mehr. Es gibt immer wieder auch junge Frauen, die sich für dieses Handwerk entscheiden und es zur Meisterin bringen.“ Erinnert sei hier an die Dachdeckerin Sonja Theißen. Die Koblenzerin wurde im Jahr 2013 Miss Handwerk und holte den vermeintlichen Männerberuf ins Bewusstsein junger Frauen.

Auch im Bereich der Kreis Klever Innung sind immer wieder Mädchen dabei, die sich trauen.

  • Junge Leute, die einmal in den attraktiven Handwerksberuf mit echten Aufstiegschancen rein schauen wollen, die können beispielsweise die bevorstehenden Osterferien nutzen, um ein Praktikum zu machen.
  • Weitere Infos gibt’s auch im Netz unter www.azubi-dachdeckerinnung-kleve.de und unter www.dachdeckerinnung-kleve.de und auch telefonisch unter der Rufnummer (Haus des Handwerks) 02823/419940.
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