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Das Klever Museum Haus Koekkoek digitalisiert seine Bestände

Die Bestände des Museums Haus Koekkoek werden jetzt digitalisiert (von links): Ursula Geisselbrecht-Capecki, Charlotte Franzen, Dori Kessler und Michael Remy.

Foto: Andreas Gebbink

Die Bestände des Museums Haus Koekkoek werden jetzt digitalisiert (von links): Ursula Geisselbrecht-Capecki, Charlotte Franzen, Dori Kessler und Michael Remy. Foto: Andreas Gebbink

Kleve.   Das Haus Koekkoek bereitet seine Bilder, Zeichnungen und Möbel für das Internet auf. Ein Mammutprojekt, das eine neue Museumsarbeit ermöglicht.

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Es sei eine Aufgabe für Generationen. Ursula Geisselbrecht-Capecki blickt mit Respekt auf die bevorstehenden Wochen und Monate. Die Leiterin des Klever Museums Haus Koekkoek hat sich mit ihrer ehrenamtlichen Mannschaft eine Menge vorgenommen: Der gesamte Bestand des Hauses soll peu à peu digitalisiert werden.

Und dieses Vorhaben erfordert weit mehr als nur eine Digitalkamera und ein gutes Computerprogramm. Das Museum Haus Koekkoek entdeckt sich vielmehr gerade neu. Denn allein die Einteilung der Bilder, Zeichnungen, Möbel und Accessoires verschafft der erfahrenen Museumsleiterin Geisselbrecht-Capecki einen neuen Blick auf die eigenen Bestände.

Die Digitalisierung der Sammlung wird vom Landschaftsverband Rheinland gefördert. Die junge Nimweger Kunsthistorikerin Charlotte Franzen arbeitet bereits seit November daran, ein schlüssiges System zu entwickeln, mit dem man die 1100 Objekte auch sinnvoll digitalisiert und verschlagwortet. Denn nichts ist wichtiger als eine detailgenaue Beschreibung, um die eigenen Bilder am Ende auch einfach finden zu können.

Ehrenamtliche Hilfe für die Arbeit

Charlotte Franzen ist bislang nicht alleine tätig. Auch die ehrenamtlichen Kräfte Michael Remy und Dori Kessler helfen bei den entscheidenden Vorbereitungen. Aktuell wird ein Kameraraum eingerichtet, in dem die zahlreichen Zeichnungen und Bilder der unterschiedlichen Künstler abfotografiert werden sollen.

Die Aufbauarbeit erfordere viel Zeit, sagt Charlotte Franzen. Sie ist dafür verantwortlich, dass bis zum Jahresende die ehrenamtlichen Mitarbeiter selbstständig mit der Kamera und dem Computerprogramm umgehen können. Eine einheitliche Beschreibung der Objekte sei das A und O.

„Mein Job ist fertig, wenn alle Ehrenamtlichen ihre Arbeit aufnehmen können“, sagt die junge Kunsthistorikerin. Auch für sie ist dieses Projekt Neuland. Inspirationen für diese Aufgabe habe man sich in den Niederlanden bei vergleichbaren Museen geholt.

Neue Beschreibung aller Zeichnungen und Bilder

Die ersten Arbeiten zeigen bereits, wie viel Arbeit in diesem Projekt steckt. Alle Zeichnungen und Bilder werden überprüft, ihr Zustand wird beschrieben und das alte Inventar wird abgeglichen mit dem Ist-Zustand. Häufig muss Charlotte Franzen feststellen, dass die Bildbeschreibungen in der Vergangenheit nicht einheitlich erfolgt sind oder wichtige Details fehlen. Die Bilder und Zeichnungen werden daher neu ausgemessen und auch mit System archiviert. „Denn wir wollen später natürlich auch den richtigen Fundort im Depot angeben können“, sagt Ursula Geisselbrecht-Capecki.

Für die Museumsarbeit seien all diese Informationen von unschätzbarem Wert. Auch das Kuratieren werde sich nach der Digitalisierung einfacher gestalten.

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