Tag des offenen Denkmals

Der Gocher Geschichte nachspüren

Sie stellten das Programm vor (von links): Theo Aymans, Günter van Cuick, Doris Mott, Bürgermeister Ulrich Knickrehm, Willi Vaegs und Rüdiger Wenzel stehen vor dem Haus zu den Fünf Ringen.

Sie stellten das Programm vor (von links): Theo Aymans, Günter van Cuick, Doris Mott, Bürgermeister Ulrich Knickrehm, Willi Vaegs und Rüdiger Wenzel stehen vor dem Haus zu den Fünf Ringen.

Foto: Niklas Preuten

Goch.   Das Programm für den Tag des offenen Denkmals am 9. September hat sich nochmals erweitert. Eine Radtour verbindet historische Stätten.

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Jahrelang nahmen aus Goch nur das Kloster Graefenthal und die Ostkirche in Pfalzdorf am bundesweiten Tag des offenen Denkmals teil. Die Stadt habe im Dornröschenschlaf gelegen, stellt Bürgermeister Ulrich Knickrehm fest. Daraus erweckte der Heimatverein und insbesondere Theo Aymans die ehrenamtlichen Gruppen, die die historischen Gocher Stätten pflegen. Seit 2016, dem Beginn der Umsetzung des neuen Veranstaltungskonzepts, öffnen sich am Aktionstag mehr und mehr Denkmäler mit einem besonderen und kostenlosen Programm der Öffentlichkeit.

Bei der 25. Ausgabe des Denkmaltags am Sonntag, 9. September, stehen zwölf Gebäudedenkmäler aus Goch im offiziellen Programm, die Interessierte auch auf einer geführten Radtour anfahren können. Zudem wird ein Spaziergang zu den Bodendenkmälern angeboten.

Hommersum ist neu dabei

Neu in diesem Jahr ist das Wohn- und Geschäftshaus Verheyen-Joosten an der Brückenstraße dabei. „Die Eigentümer werden zeigen, warum es sich lohnt, ein denkmalgeschütztes Haus zu erhalten“, sagt Theo Aymans. Für 14 Uhr ist eine Führung durch die Spekulatiusbäckerei und Backstube geplant, für die eine Anmeldung nötig ist (siehe Box). Erstmals hat sich der Veranstaltung auch der Festausschuss der Hommersumer 900-Jahrs-Feier angeschlossen, der durch die katholische Pfarrkirche St. Petrus führen wird. Nebenan im Pfarrhaus ist die Jubiläumsausstellung nochmals zu sehen.

Fotoausstellung im Fünf-Ringe-Haus

In der Innenstadt lockt das Haus zu den Fünf Ringen die Besucher mit einer Ausstellung zur Geschichte der Fotografie und sehenswerten Bildern aus dem Goch der 1920er und 1930er Jahre, die aus der großen Sammlung von Peter Neikes stammen. Gemeinsam mit seinem Sohn machte er zum Vergleich aktuelle Aufnahmen aus dem jeweils gleichen Winkel. Der Heimatverein Goch wird darüber hinaus die Pläne zur künftigen Nutzung des Fünf-Ringe-Hauses und das Videoprojekt vorstellen.

Als „besonderes Highlight“ bezeichnet Theo Aymans das Programm in der Evangelischen Kirche. Dort werden der lange verschollene Flämische Leuchter von 1677 und der wiederentdeckte Gewölbekeller gezeigt. Führungen – auf Deutsch und Niederländisch – gibt es auch auf Kloster Graefenthal, wo zudem ab 18 Uhr ein Grillfest stattfindet.

Spaziergang zu jüdischen Friedhöfen

Franz van Well wird mit Interessierten vom alten jüdischen Friedhof, der unter dem Parkplatz an der Straße Hinter der Mauer liegt, zu den jüdischen Friedhöfen an der Pfalzdorfer Straße und – wer möchte – an der Reeser Straße gehen. Treffpunkt für den Spaziergang ist um 13.30 Uhr vor der „Fitnesswerkstatt“. Die von den Rad- und Wanderfreunden Pfalzdorf organisierte Fahrradtour beginnt bereits um 11 Uhr am Haus zu den Fünf Ringen. 21 Denkmäler liegen auf der Route.

Gerne hätte Theo Aymans auch eine grenzüberschreitende Tour nach Gennep angeboten. „Das hat in diesem Jahr leider nicht geklappt, doch wir arbeiten daran für den nächsten Tag des offenen Denkmals am zweiten Sonntag im September 2019.“ Der Beisitzer im Heimatverein freut sich, dass sich das Gocher Angebot erweitert. „Jede Gruppe erstellt an dem jeweiligen Denkmal ein eigenes Programm“, betont er. Der Heimatverein und die Stadt Goch mit Unterer Denkmalbehörde und Marketing koordinieren die Angebote.

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