Terminvergabe

Die Lage in der Ausländerbehörde in Kleve hat sich entspannt

Laut Landrat Wolfgang Spreen läuft die Terminvergabe in der Ausländerbehörde mittlerweile reibungsloser.

Foto: Thorsten Lindekamp

Laut Landrat Wolfgang Spreen läuft die Terminvergabe in der Ausländerbehörde mittlerweile reibungsloser. Foto: Thorsten Lindekamp

Kreis Kleve.   Landrat Wolfgang Spreen äußerte sich zur Situation der Ausländerbehörde. Zusätzliches Personal zu finden, ist weiterhin schwierig.

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Die Situation an der Ausländerbehörde hat sich deutlich entspannt. Dies teilte jetzt Landrat Wolfgang Spreen den Mitgliedern des Kreistages mit. Wie berichtet, hatten die Wartenzeiten vor der Terminvergabestelle für hohe Wellen geschlagen. Die SPD-Fraktion hatte um einen aktuellen Lagebericht gebeten. Unter anderem konnte der Landrat mitteilen, dass es eine „personelle Verstärkung“ gibt. Eine qualifizierte Fachkraft für die Sachbearbeitung konnte zusätzlich eingestellt werden. Seit Mittwoch verrichte sie ihren Dienst.

Nur zehn Bewerber

Außerdem ist die Bewerbungsfrist für die Stellenausschreibung abgelaufen. Hier haben sich, so Spreen, zehn Bewerber gemeldet, von denen nur ein Bewerber die nötige Qualifikation mitbringt und zum Gespräch eingeladen wird. Landrat Spreen betonte, dass der Fachkräftemangel auch für die Verwaltungen stetig problematischer werde: „Personalgewinnung ist auch für uns hier im Haus zunehmend schwierig.“

Nicht zum Erfolg führte das Anschreiben des Landrats an die Bürgermeister im Kreis Kleve, im Wege der Abordnung für die Dauer von zwei Jahren gegen Erstattung des Personalaufwands qualifiziertes Personal zur Verfügung zu stellen.

Der hohen Fluktuation in der Belegschaft aufgrund von Arbeitsbelastung versucht der Kreis weiterhin mit Einstellung zusätzlicher Kräfte entgegenzuwirken. Positiv verstärkt habe sich weiterhin der Einsatz von vier Assistenzkräften. Spreen: „Aufgrund erster Erfolge habe ich das Projekt bis Sommer 2019 verlängert. Bestehende Verträge wurden vorzeitig bis zum 17. September 2019 verlängert.“

Kein festes Büro in der Hochschule

Bezüglich der Zusammenarbeit mit den Kommunen konnte Spreen in der Sitzung bekannt geben, dass sich nun auch endlich die Stadt Kleve als letzte der 16 Kommunen im Kreis zurück gemeldet hat. Kleve gab dem Landrat eine Zusage für eine Zusammenarbeit – aber erst einmal befristet bis Ende 2018.

Bezüglich einer festen Büroeinrichtung in der Hochschule Rhein-Waal (HSRW) wird es wohl erst bei der Öffnung der Ausländerbehörde für Studierende einmal wöchentlich (mittwochs) bleiben. Dies sei, so der Landrat, zur Zufriedenheit aller bislang ausreichend, so dass über eine feste Büroeinrichtung an der HSRW erst einmal nicht nachgedacht werden müsse. „Die Tendenz geht dahin, es so zu lassen, wie es nun ist. Zumal wir zu wenig qualifiziertes Personal haben. Es dann noch auf zwei Standorte zu verteilen, würde die Situation schwieriger machen“, betonte der Landrat.

Auf die Anfrage der SPD, wie der Integrationsminister des Landes NRW die Klever Situation sieht, verwies Spreen auf den Sachstandsbericht der Landesregierung, der am 11. April im Rahmen der zehnten Sitzung des Integrationsausschusses des Landtags NRW zum Thema erging.

Normaler Besucherverkehr

Als Resümee schloss der Landrat den Sachstandsbericht mit den Worten, dass sich die Lage „entspannt“ habe. „Nach unserem Eindruck hat sich der Besucherverkehr normalisiert, durch die bereits umgesetzten Maßnahmen können wir die Besucher meistens zufrieden stellen. Lediglich in Wochen wie dieser, wenn Feiertage dazwischen kommen, kann nicht allen geholfen werden, die ohne Termin zur Ausländerbehörde kommen.“

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