Stadtplanung

Dorfplatz vor der Eisdiele Nütterden soll erneuert werden

Der Dorfplatz in Nütterden soll erneuert werden. So sieht der Vorschlag des Planerbüros GEO3 aus Bedburg-Hau aus.

Der Dorfplatz in Nütterden soll erneuert werden. So sieht der Vorschlag des Planerbüros GEO3 aus Bedburg-Hau aus.

Foto: Geo3

Kranenburg-Nütterden.  Der Dorfplatz in Nütterden soll ein neues Gesicht bekommen. Verschönerungsverein legt dem Rat Pläne vor. Arbeitskreis wird gegründet.

Der Dorfplatz an der Hohen Straße in Nütterden soll ein neues Gesicht bekommen. So zumindest wünscht es sich der Heimat- und Verschönerungsverein, setzte sich mit verschiedenen Ideen auseinander und führte Gespräche mit dem Planungsbüro GEO3. Unter dem thematischen Namen „Sieben-Quellen-Platz“ sollen demnach rechts von der Eisdiele acht Dachplatanen gepflanzt werden, eine neue Pflasterung in einem mediterranen Gelbton gehalten sein. In der Mitte des Platzes wünschen sich die Initiatoren ein Wasserspiel bis hinüber zum Dorfbrunnen. Hochbeete und eventuelle Spalierlinden sollen eine klare Trennung zur Straße herstellen. Die Kosten für die Umgestaltung beziffert das Planungsbüro auf rund 355.500 Euro. Landesfördermittel aus dem Programm Dorferneuerung, so der Plan des Vereins, sollten kurzfristig beantragt werden. Gut ein Drittel der Kosten müsste von der Gemeinde übernommen werden. Am Donnerstag Abend diskutierte der Kranenburger Rat über die Initiative des Vereins.

Das Projekt war zuvor im Planungs- und Umweltausschuss vorgestellt und ohne Beschluss in den Rat verwiesen worden. „Das Vorhaben zur Neugestaltung soll aber weiter verfolgt werden“, sagte Hendrik Venjakob (SPD) und sprach sich dafür aus, einen Förderantrag zu stellen. Zum Hintergrund: Damit die Umgestaltung noch für das nächste Jahr vom zuständigen Heimatministerium finanziell gefördert wird, muss der Antrag bis zum 30. September in Düsseldorf vorliegen.

Die SPD begrüßte die Initiative aus der Bürgerschaft

Die SPD begrüßte ausdrücklich die Initiative aus der Bürgerschaft. „Wir wollen einen Quartiersplatz schaffen, zum Verweilen einladen“, erklärte Thordes Sprave (SPD). „Wohlwollende Unterstützung“ gab es auch von Seiten der FDP. Auch Christian Kersten (CDU) freute das Engagement des Vereins, fragte jedoch gleichwohl, ob eine komplette Erneuerung des Platzes tatsächlich notwendig sei. „Reicht nicht eine akzentuierte Verschönerung?“ fragte er. Unklar sei aus seiner Sicht außerdem, ob durch die angedachte Bepflanzung noch genügend Platz für Veranstaltungen bleibe oder die Feuerwehr im Brandfall noch an die Häuser herankomme.

Die CDU hat noch großen Beratungsbedarf

Die CDU habe noch großen Beratungsbedarf, so Kersten. Auch wollte er wissen, wie denn die Bürger in Nütterden über die Pläne denken und regte dazu eine Bürgerversammlung an.

Die Initiative des Vereins sei lobenswert, fand Manfred Maas, SPD-Fraktionsvorsitzender. „In der Nütterdener Vereinskonferenz wurde der Vorschlag begrüßt.“ Dort seien die Ideen den Bürgern doch schon vorgestellt worden. Auch Bündnis 90/Die Grünen seien von der Idee „sehr angetan“, sagte Andreas Mayer. Allerdings sei es auch sehr viel Geld, dass investiert werden müsse. Auch die Grünen meldeten „hohen Diskussionsbedarf“ an. „Wir sehen keinen Zeitdruck für die Umsetzung“, sagte Mayer.

Bürgermeister sieht keinen dringenden Bedarf zur Erneuerung

Keinen dringenden Bedarf für eine Erneuerung des Platzes sah Bürgermeister Günther Steins: „Einzig die Eisdiele sorgt hier für Belebung.“ Auch die bestehende, von Grün durchsetzte Pflasterung fand er auch im Hinblick auf die Entwässerung durchaus „in Ordnung“. Kritik äußerte er am Vorgehen des Vereins: „Ich vermisse Transparenz, lediglich Vereinsvertreter kennen bisher Details. Wir sollten eine Bürgerinformation durchführen, die Anwohner sollten sich äußern können“, wünschte Steins. Er plädierte für die Einsetzung eines Arbeitskreises.

Eine Vertagung der Entscheidung, so Michael Baumann-Matthäus (Grüne), würde die Umsetzung natürlich verzögern. „Mittel zur Förderung gibt es aber nicht nur in diesem Jahr.“ Beschlossen wurde schließlich mehrheitlich die Bildung eines interfraktionellen Arbeitskreises, der zusammen mit dem Planungsbüro und dem Verschönerungsverein das Vorhaben besprechen und die Bürger informieren soll.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben