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Für Glasfaser in Kalkar baggert der schmale Löffel

Der pinke Bagger-Löffel macht die Baustelle kleiner. v.l. Günter Standtke, Wolfgang Standtke (beide Tiefbau Siebers), Bruno Ketteler (Wirtschaftsförderung Kalkar), Britta Schulz (Bürgermeisterin Kalkar), Stefan Schönell und Hans Willi Baumanns (beide Telekom) vor Kabelschank und Trennschneidmaschine (l.) .

Der pinke Bagger-Löffel macht die Baustelle kleiner. v.l. Günter Standtke, Wolfgang Standtke (beide Tiefbau Siebers), Bruno Ketteler (Wirtschaftsförderung Kalkar), Britta Schulz (Bürgermeisterin Kalkar), Stefan Schönell und Hans Willi Baumanns (beide Telekom) vor Kabelschank und Trennschneidmaschine (l.) .

Foto: Astrid Hoyer-Holderberg

Kalkar.  Start mit einem neuen Gerät in Kalkars Gewerbegebiet. Die Telekom-Baustelle fürs schnelle Internet wird kleiner und vor allem schneller fertig.

In Knall-Pink ist der Bagger-Löffel angestrichen, den die Chefs des Tiefbauunternehmens Siebers aus Goch erfunden haben. Mit ihm werden jetzt die Baustellen für die Verlegung der Glasfaserkabel viel kleiner und vor allem schneller fertig. Da für die Verlegung von Breitbandkabeln eine sehr flache Mindesttiefe gilt, dachte man sich im Unternehmen, dass man auch in der Breite vielleicht etwas einsparen könne und damit dann schneller voran kommt, erklärt Bauleiter Wolfgang Standtke.

Entwickelt wurde eine Baggerschaufel, die Baggerlöffel heißt, und diesmal statt bisher 30 Zentimeter nur 15 cm misst. Dem Kunden zur Freude ist sie „magenta-farben“ angestrichen. Vor ihr wird beim Tiefbau eine Trennschneidmaschine eingesetzt, die sich auf bescheidenen zwölf Zentimetern in den Untergrund fräst. Übrigens unbemannt: da sitzt niemand drauf, das fast mannshohe Sägeblatt wird ferngesteuert.

Am 8. November hatte der Tiefbau fürs Glasfasernetz im Kalkarer Gewerbegebiet Kalkar-Ost zwischen Oyweg, Kastellstraße, Auf dem Großen Damm begonnen. Schon ist er fertig.

„Aktuell wird montiert, dann dokumentiert“, sagt Stefan Schönell von der Telekom. Die Stadt hatte alle 50 Anlieger im Gewerbegebiet angeschrieben, ob sie schnelles Internet nutzen wollen. 20 sagten ja und bekommen nun kostenlos den Anschluss der Glasfaser ins Haus gelegt, wahlweise asymmetrischen 100 MBit/s, symmetrischen 1 GBit/s oder driekte Übertragung von bis zu 100 GBit/s.

Rettungswache wird angeschlossen

Sobald dokumentiert ist, kann es losgehen. Die Kunden können dann im Internet oder Telekom-Shop oder mit dem Großkundenbetreuer Kontakt aufnehmen, erwähnt Regio-Manager der Telekom, Hans Willi Baumanns. Der Anschluss-Vertrag für die neue Rettungswache der Kreisleitstelle am Oyweg ist wohlweislich bereits unterschrieben, obwohl der Bau noch gar nicht steht.

Der Kabelschrank am Straßenrand des Oyweges hat für jedes Haus ein farbiges Röhrchen vorgesehen. Es können Anlieger auch später noch als Kunden registrieren lassen. Von einem der bunten „Spenderröhrchen“ (so heißen sie) im Kabelkasten aus wird dann etwa zwei Wochen später das sieben Millimeter dünne Glasfaserkabel eingeblasen, erklärt Standtke. „Nur ein kleines Kopfloch vor dem Haus wird gegraben.“ Allerdings müssen Spätentschlossene, die sich noch überlegen, ob sie leistungsstarkes Internet brauchen, dann halt für den Anschluss zahlen. „799,95 Euro“, sagt Bürgermeisterin Dr. Britta Schulz.

Sie und Wirtschaftsförderer Bruno Ketteler sind froh über den Breitbandausbau. „Das ist maßgeblich. Ansiedlungswillige Firmen fragen vorher an, ob ein Glasfaseranschluss liegt,“ sagt Ketteler.

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