Bundeswehr

Militärische Ehren für Schulte Berge in Kalkar

Generalmajor Bernd Schulte Berge (rechts) wurde gestern verabschiedet. Gemeinsam mit Generalleutnant Joachim Wundrak (Mitte) und Nachfolger Walter Huhn schritt er die Ehrenformation ab.

Generalmajor Bernd Schulte Berge (rechts) wurde gestern verabschiedet. Gemeinsam mit Generalleutnant Joachim Wundrak (Mitte) und Nachfolger Walter Huhn schritt er die Ehrenformation ab.

Foto: Andreas Gebbink

Kalkar.   Der Generalmajor und Kommandant des Zentrums Luftoperationen in Kalkar wurde verabschiedet. Zahlreiche Soldaten und Gäste nahmen daran teil

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Pünktlich zur Verabschiedung öffnete sich der Himmel. Generalmajor Bernd Schulte Berge hatte sich für seine Verabschiedung besseres Wetter gewünscht, aber der üppige Aufmarsch der Soldaten auf dem Sportplatz der Von-Seydlitz-Kaserne in Kalkar war für den Kommandeur nach 44 Dienstjahren eine gelungene Entschädigung.

Viele Baustellen in Kalkar

Nacheinander marschierten die Soldaten auf den Platz, um im Karree Position zu beziehen. Unter der Begleitung des Heeresmusikkorps Koblenz schritten Generalleutnant Joachim Wundrak, Bernd Schulte Berge und sein Nachfolger Generalmajor Walter Huhn die Ehrenformation ab. Der scheidende Kommandant hat dreieinhalb Jahre in Kalkar gearbeitet und das Zentrum Luftoperationen maßgeblich weiterentwickelt und gestaltet.

In seiner Laudatio sagte Generalleutnant Joachim Wundrak, dass Bernd Schulte Berge dazu beigetragen habe, dass das Zentrum Luftoperationen heute der entscheidende Kompetenzträger der Luftwaffe zur Planung und Führung von Luftoperationen sei: „Insgesamt hat unser Standort in den letzten Jahren eine starke Aufwertung erfahren. Gerade die Vernetzung nationaler und multinationaler Dienststellen macht ihn unverwechselbar“, so Joachim Wundrak.

Diese Aufwärtsbewegung lasse sich auch an den vielen Baustellen in Kalkar ablesen. Generalmajor Schulte Berge habe an dieser Entwicklung einen entscheidenden Anteil. Er habe eine enorme Aufgabenvielfalt und -fülle bewältigt. „Es hieß für ihn, gleichzeitig die Zentren zu koordinieren, den Stab zu lenken und seine unterstellte Truppe bei enormer Leistungsspanne zu führen.“ Die Aufgabe, das „manchmal zu knappe Tischtuch in die richtige Richtung zu ziehen, sei eine enorme Herausforderung gewesen.

Bernd Schulte Berge erlebte als Jägerleitoffizier die Polen-Krise in den 80er Jahren hautnah mit. Bei einem seiner ersten Flüge eines AWAC der amerikanischen Luftwaffe über Deutschland saß er mit an Bord. „Das Flugzeug war ständig verbunden mit dem Gefechtsstand Börfink, Ramstein und dem Pentagon“, schilderte Wundrak.

Schulte Berge habe die meiste Zeit in der Militärpolitik mitgewirkt und er vertrat sechs Jahre als Arbeitsbereichsleiter die militärpolischen Positionen in den Vertretungen von Nato und EU und er hat 30 Verteidigungsministertreffen vor- und nachbereitet. „Von dort holte ich ihn zur Wiederherstellung seiner Bodenhaftung zurück in die Luftwaffe, und zwar in die Position eines Generalstäblers, als mein Chef des Stabes“, scherzte Generalleutnant Joachim Wundrak bei der Verabschiedung.

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