Geschichtsvermittlung

Neuer Podcast: Geschichte der Klever Synagoge wird hörbar

| Lesedauer: 2 Minuten
Katrin Bürgel (links) und Helga Ullrich-Scheyda auf dem Platz der ehemaligen Synagoge in Kleve.

Katrin Bürgel (links) und Helga Ullrich-Scheyda auf dem Platz der ehemaligen Synagoge in Kleve.

Foto: Claudia Gronewald

Kleve.  Stadtarchiv und Klevischer Verein für Kultur und Geschichte präsentieren einen dreiteiligen Podcast über die Geschichte der ehemaligen Synagoge.

Im Rahmen des Jubiläumsjahres 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland präsentieren das Stadtarchiv und der Klevische Verein für Kultur und Geschichte einen dreiteiligen Podcast zur Geschichte der ehemaligen Synagoge. Damit gehen die Institutionen neue und moderne Wege der Geschichtsvermittlung.

In den drei zehn bis 15 Minuten umfassenden Folgen wird die interessante und wechselvolle Geschichte der Klever Synagoge und der benachbarten jüdischen Schule vorgetragen. In der ersten Folge geht es um die Vorgeschichte der jüdischen Gemeinde sowie des Grundstückes, auf dem die Synagoge erbaut und vor 200 Jahren, am 24. August 1821, eingeweiht wurde. Außerdem werden die Anfänge der jüdischen Schule thematisiert.

Helga Ullrich-Scheyda, Katrin Bürgel und Marco Spohr sind beteiligt

Die zweite Folge befasst sich mit der Zeit des Nationalsozialismus. Welchen Verfolgungsmaßnahmen waren die Vorsänger und Lehrer ausgeliefert? Was geschah beim Synagogenbrand während des Novemberpogroms 1938? Die letzte Folge stellt die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg und die Entwicklung der Erinnerungskultur bis heute vor.

Die Recherchen der Historikerin Helga Ullrich-Scheyda für die Ausstellung „200 Jahre Einweihung der Synagoge – ,Der Tempel ist auf einem der schönsten Punkte der Stadt aufgeführt’“ sowie die Lesungen zur Eröffnung und zum Ende der Ausstellung bilden die Grundlage für den Podcast. Der Schauspieler und Rezitator Marco Spohr und die Leiterin des Stadtarchivs Katrin Bürgel haben die Folgen konzipiert und arrangiert.

Leiterin des Stadtarchivs wünscht sich Einsatz im Schulunterricht

Marco Spohr trägt aus den historischen Quellen vor, Helga Ullrich-Scheyda und Katrin Bürgel erläutern die Hintergründe. Alle Angaben sind in Archiven nachlesbar. Nur der Text, in dem der letzte Lehrer der jüdischen Schule Rudolf Kaufmann einen kleinen Einblick in seinen Lebensweg gibt, ist fiktiv, basiert aber auf mündlichen Erzählungen.

Der Podcast ist für jede und jeden, der interessiert ist, öffentlich und kostenfrei zugänglich. „Einen Einsatz im Schulunterricht wünsche ich mir sehr. Daher haben wir uns auf kurze und kompakte Folgen geeinigt, die für Schülerinnen und Schüler insbesondere in der Oberstufe gut geeignet sind und Geschichte lebendig machen“, so Katrin Bürgel.

Der Podcast ist auf dem städtischen Instagram-Account (@stadt_kleve), der Facebook-Seite (@stadtkleve) und dem Youtube-Kanal der Stadt Kleve abrufbar. In den folgenden zwei Wochen wird jeweils eine neue Folge eingestellt.

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