Schule

Sicheres Aussteigen auf dem Schulweg

Das neue Schild weist auf die Hol- und Bringzone an der St. Georg-Grundschule Goch hin. Vorne Schüler Cilly, Florian, Ilias, Cora, dahinter stehend Klaus Osterhammel (Lehrer), Norbert van de Sand (Verkehrswacht), Stephan Siebers (Leiter Bauhof und Vermögensbetrieb der Stadt Goch), Stellv. Bürgermeisterin Gabi Theissen, Schulleiterin Heike Schwartze

Das neue Schild weist auf die Hol- und Bringzone an der St. Georg-Grundschule Goch hin. Vorne Schüler Cilly, Florian, Ilias, Cora, dahinter stehend Klaus Osterhammel (Lehrer), Norbert van de Sand (Verkehrswacht), Stephan Siebers (Leiter Bauhof und Vermögensbetrieb der Stadt Goch), Stellv. Bürgermeisterin Gabi Theissen, Schulleiterin Heike Schwartze

Foto: Astrid Hoyer-Holderberg

Goch.   Die erste Hol- und Bringzone für Eltern in Goch eingerichtet. Damit das Auto-Chaos am Schultor abnimmt

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Ein Vorbild für den Kreis Kleve soll sie sein. Gestern wurde die erste „Hol- und Bringzone“ an einer Grundschule eingerichtet. Sie besteht vor allem aus zwei Schildern und guter Absicht.

Es sollen nämlich die Autofahrer-Eltern nicht ihre Kinder immer bis vors Schultor zu fahren, sondern in diesem ersten Falle in Goch an der St.-Georg-Grundschule in die sichere verkehrsberuhigte Seitenstraße hinein fahren, in der die Schilder stehen. Dort sollen Eltern ihre Kids an der Bürgersteigseite – nie Fahrbahnseite – aussteigen und sie den kleinen Rest des Weges stolz und allein bis zur Schule laufen lassen. Die Kinder der St.-Georg-Schule nahmen gestern einen Brief an ihre Eltern mit, der den neuen sicheren Bereich erklärt. „Denn die Sicherheit steht und fällt mit der Elternbereitschaft, sich an die neuen Regeln zu halten,“ sagt Lehrer Klaus Osterhammel. Er hatte als Verkehrsicherheitsbeauftragter die Neuerung angestoßen und staunte, wie schnell das ging: Am 14. April hatte er die Entscheidungsstellen angeschrieben, am 2. Mai gab es einen Ortstermin, seit gestern gilt’s. „Ich bin beeindruckt“. Sein Dank und der von Schulleiterin Heike Schwartz galt der Polizei, Norbert van de Sand von der Kreisverkehrswacht, Bürgermeisterin Gabi Theissen sowie Bauhofleiter Stephan Siebers, der Pfosten und Befestigungsmaterial stellte. Die Schilder fürs Pilotprojekt sponsern Schulförderverein und Verkehrswacht. In zwei Fachleiter-Dienstbesprechungen hatte zuvor die Schulrätin Angelika Platzen den 50 Grundschulen im Kreis von solchen Hol- und Bring-Zonen berichtet, die Verkehrsminister Groschek voran bringen wolle. Das wusste Norbert van de Sand. Der Ex-Schulleiter appellierte er an alle Eltern: „Sie sollen die Kinder nicht immer bis an Schul- oder Klassentür begleiten“. Paradox fand Lehrer Osterhammel, dass Eltern dadurch ja erst Gefahrensituationen schaffen.

Schülerlotsen seien nicht gewollt – die gebe es kaum noch, so der Mann der Verkehrswacht. Abgelehnt war auch ein „Ameisenbus“, der die Grundschüler 300 Meter vom Parkplatz zum Schultor führe. Die breite Schulstraße aber sei als Hol- und Bringzone gut geeignet, es gilt Schrittgeschwindigkeit. Anwohner wurden vorher nicht informiert, sagte van de Sand, Verkehrswacht, weil sich seiner Meinung nach die Mehrbelastung morgens in zumutbaren Grenzen halte und mittags weiter entzerre. Bürgermeisterin Gabi Theissen lobte die Aktion: „Das ist ein gewaltiger Schritt voran“. Sie wusste vom Stress der Eltern morgens, der auf Kosten der Sicherheit gehe und oft für Chaos an den Schulen sorge. Die Polizei wird in den nächsten Tagen verstärkt an der Gertrudstraße kontrollieren.

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