Den zahlreichen Gästen blüht wieder etwas. Und zwar am 7. und 8. Juli, wenn die Aktion „Lintforter Gärten“ in ihre vierte Runde geht. Mit über 3000 Besuchern aus Nah und Fern rechnen die Organisatoren wieder, wenn die Lintforter Bürger ihre Privatgärten zur Besichtigung öffnen. Angelika Sturmeit und Stefano Heitmann von der Projektgruppe wollen möglichst viele Kamp-Lintforter Gartenbesitzer zum Mitmachen anregen, und sie berichten, was es diesmal zu sehen gibt.
Zehn Mitglieder hat die Projektgruppe, die sich anlässlich der Laga-Vorbereitungen fand. „Aber auch viele Bürger, die der Gruppe nicht angehören, sollen ihre Gärten öffnen“, lädt Heitmann ein. Im letzten Jahr seien es 25 offene Gärten gewesen. „Anmelden können sich Interessierte bis Ende April“, ruft Sturmeit auf. Wie beispielsweise der große Zwei-Generationen-Garten bei den Heitmanns hinter dem Haus. „Ein Teil wird von den Eltern bewirtschaftet“, erklärt Heitmann.
Der Stil des alten Gehöftes soll erhalten bleiben
Schon beim letzten Mal seien die Besucher sehr an den selbst gebauten Hochbeeten interessiert gewesen. Aber auch viele Stauden und Rosen seien zu bewundern. Nicht zu vergessen die einen Hektar große, neue Obstwiese, auf der, wenn sie fertig bepflanzt ist, rund 50 alte Sorten gedeihen werden. Fortschritte wird im Sommer zudem der neu angelegte Bauerngarten gemacht haben. Vor vier Jahren habe man das Gehöft mit den rot-weißen Blendläden gekauft, berichtet Heitmann. „Diesen Stil werden wir beibehalten“, verspricht er.
Man wolle mit dem Lintforter Gärten-Tag keine Konkurrenz sein zu den Tagen der offenen Gartenpforte, die im ganzen Rheinland stattfinden. „Es gibt immer einige Aktive, die bei beiden Aktionen mitmachen“, weiß Sturmeit. Der Lintforter Gartentag sei beim ersten Laga-Workshop aus der Taufe gehoben worden und solle zeigen, wie grün die ehemalige Zechen-stadt sei. „Bergleute pflegten immer schon eine Gartenkultur in ihren Siedlungen. Nur sah man das oft von außen nicht“, schildert Heitmann.
Gartenarbeit ist die pure Entspannung
Für Angelika Sturmeit und Stefano Heitmann bedeutet die Gartenarbeit vor allem Entspannung pur. Und die offenen Gärten seien vor allem wegen der vielen neuen Kontakte so schön. „Da werden Tipps ausgetauscht und Infos weitergegeben. Später werden sogar Pflanzen getauscht“, schildert Heitmann die gute Atmosphäre. Jedes Jahr fänden sich auch viele Besucher aus dem ganzen Ruhrgebiet und sogar aus Holland ein. „Da hört man nur Positives. Das ist gut fürs grüne Image unserer Stadt“, freut sich Angelika Sturmeit.
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Anmeldungen von Gartenbesitzern sind noch bis Ende April möglich. Größe und Art des Gartens sind beliebig.
Kontakt und Infos: kamp-lintforter-gaerten@gmx.de oder im Rathaus-Foyer, wo eine Holzkiste steht, oder auf der Facebook-Seite der Gruppe.
Das Heft mit allen Infos zum Aktionstag im Juli samt einem Stadtplan mit allen teilnehmenden Gärten kommt noch heraus.
Die Idee zum Wochenende der Kamp-Lintforter Gärten hatten Henrike Sciverius und Kathrin Heitmann, eine gelernte Landschaftsarchitektin.


