Erstretter kennen solche Situationen: Die Helfer kommen nach einem Notruf in eine Wohnung und finden eine ältere Person vor, die kaum noch ansprechbar ist. Bis verlässlich geklärt ist, ob es ernsthafte Vorerkrankungen gibt oder welche womöglich lebenswichtigen Medikamente der Patient braucht, kann viel wertvolle Zeit verstreichen. Der Awo-Kreisverband Wesel rührt deshalb jetzt die Werbetrommel für die so genannten Notfalldosen.

Das Konzept ist einfach aber wirkungsvoll: In einer – in diesem Fall zwölf Zentimeter hohen – Dose werden neben den Angaben zur Person Informationen über Vorerkrankungen, Medikamentenplan, Hinweise auf Allergien aber auch über im Notfall zu kontaktierende Bezugspersonen oder falls vorhanden Patientenverfügungen verstaut. Aufbewahrt wird die Notfalldose im Kühlschrank, ein entsprechender Aufkleber an der Haustür informiert die Rettungssanitäter darüber, dass eine solche Dose dort zu finden ist.