Das Moerser Schlosstheater (STM) wird in der neuen Spielzeit ein Rechercheprojekt über die Duisburger Loveparade-Katastrophe auf die Bühne bringen. Das Unglück sei in der Region immer noch ein unbefriedetes Ereignis, sagte STM-Intendant Ulrich Greb bei der Vorstellung des neuen Programms: „Es ist wie eine offene Wunde, dem wollen wir nachspüren.“
„Parade 24/7“ lautet der Titel des Stückes, das am 15. Februar 2020 im Schlosstheater Premiere feiern wird. Dabei will der Intendant zehn Jahre nach der Katastrophe nicht allein auf die juristische Nachbearbeitung blicken. Auch die Idee der Rave-Kultur, die Sehnsucht nach Selbstüberschreitung, die sich an jenem Tag so dramatisch wendete, soll Thema der künstlerischen Auseinandersetzung sein. Das Stück entstehe auf der Basis von zum Teil aktuellen Interviews, Zeugenaussagen, Protokollen und Medienberichten, so Greb.


