„Nun was soll ich sagen? Ich hab auch nicht geglaubt, dass ich so alt werde“, eröffnet Gertrud Kamp lachend das Gespräch – an ihrem 100. Geburtstag. Gertrud Kamp wohnt im Moerser Pflegequadrat an der Antoniastraße, seitdem es 2002 eröffnet wurde, sie gehörte damals zu den ersten Bewohnern. Die Einrichtung bietet Senioren die Möglichkeit, neue Kontakte zu schließen und überwiegend selbstständig im eigenen Haushalt zu leben. Gertrud Kamp weiß das zu schätzen.
„Betreutes Wohnen bedeutet, dass die Menschen beispielsweise selber kochen, sofern es ihnen noch möglich ist“, betont Pflegerin Alexandra Gorres. Sie betreut Gertrud Kamp seit über drei Jahren. „Ich hab mich entschieden, hier zu wohnen!“, erzählt sie stolz. Auch vor dem Umzug hatte sie in Moers gelebt und hat sogar damals geholfen, die Sankt Marien Kirche in Moers vor über 90 Jahren aufzubauen, „Es war zur Zeit meiner Kommunion, ich war neun Jahre alt und habe geholfen, den ersten Stein zu setzten.“


