Klimanotstand in Moers

Der Rat hat entschieden: Moers ruft den Klimanotstand aus

Fridays for Future: Demonstration am vergangenen Freitag.

Fridays for Future: Demonstration am vergangenen Freitag.

Foto: Ulla Michels / FUNKE Foto Services

Moers.  Debatte um den Klimanotstand: Viele stoßen sich an dem Begriff. In der FDP ist man uneins. Am Ende setzen sich SPD, Grüne und Grafschafter durch.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die Stadt hat den Klimanotstand ausgerufen – und ist damit einer Petition der Bewegung Fridays for Future gefolgt. Der Rat stimmte am Mittwochabend mehrheitlich dafür – nach langer Diskussion.

Niemand im Sitzungssaal des Rathauses wollte den Klimawandel leugnen, und entsprechend wurde auch die Aufstellung eines Masterplans für Klimaschutz und –anpassung einstimmig beschlossen. Doch mit dem Begriff „Notstand“ wollte sich nicht nur die CDU nicht anfreunden. „Wir verbinden mit dem Begriff etwas anderes, aber wir haben eine Klima-Herausforderung zu meistern“, sagte deren Fraktionsvorsitzender Ingo Brohl. „Ich stimme der Ausrufung des Klimanotstandes nicht zu, ich habe der Jugend ihre Träume nicht geklaut“, erklärte Gabi Kaenders von den Linken. Auch Bürgermeister Christoph Fleischhauer sah die Verwendung des Begriffs als problematisch an, genau so wie der FDP-Fraktionsvorsitzende Dino Maas: „Bei einem Klimanotstand sehe ich keine Moers Festival, bei dem Künstler mit dem Flugzeug aus New York einfliegen.“

Mit seiner Ablehnung stand Maas in seiner Fraktion allerdings allein da. Die beiden anderen Fraktionsmitglieder Otto Laakmann und Paul Süßer stimmten mit dem Bündnis für Moers (SPD, Grüne, Grafschafter) erfolgreich für die Ausrufung. Was das konkret bedeutet, ist noch unklar. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Atilla Cikoglu sagte, Themen wie das Feuerwerk bei der Kirmes gehörten auf den Tisch.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (4) Kommentar schreiben