Tiere

Erster Spatenstich für das neue Hundehaus in Moers

Und los geht’s: Gerhard Romahn mit Pebby, Siegmund Ehrmann Birgit Mühlenberg, Christoph Fleischhauer, Harald Lenßen und Peter Kuhnen (v.l.)

Und los geht’s: Gerhard Romahn mit Pebby, Siegmund Ehrmann Birgit Mühlenberg, Christoph Fleischhauer, Harald Lenßen und Peter Kuhnen (v.l.)

Foto: Arnulf Stoffel

Moers.   Der Tierschutzverein hat es geschafft: Die Arbeiten für den Neubau des Hundehauses haben begonnen. Und das an einem passenden Datum.

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Der erste Spatenstich für das neue Hundehaus am Welthundetag – es könnte keinen passenderen Termin geben. Peter Kuhnen, Vorsitzender des Tierschutzvereins Moers und Umgebung, bekannte jedoch: „Das habe ich heute Nachmittag erst erfahren.“ Dass der Vorsitzende des Tierschutzvereins den Welthundetag fast verpasst hat, ist allerdings ein gutes Zeichen.

Denn beim Moerser Tierschutzverein geht es mit Riesenschritten vorwärts. Keiner der geladenen Gäste – weder der Bundestagsabgeordnete Siegmund Ehrmann noch die Bürgermeister Harald Lenßen und Christoph Fleischhauer – versagte es sich, mit ein paar Worten auf die „Unruhen“ und die „Probleme“ der Vergangenheit einzugehen.

Ein Termin war nicht vergnügungssteuerpflichtig

„Ich hatte hier einen Termin, der war nicht vergnügungssteuerpflichtig“, formulierte es Christoph Fleischhauer. Aber nichts hätte besser verdeutlichen können, dass all dies Schnee von gestern ist, als die geradezu heitere Ausgelassenheit dieser drei Gäste, die sich freundschaftlich darum stritten, wer nach Peter Kuhnen denn nun das erste Wort habe. Fleischhauer zu Ehrmann: „Mach’ Du ma’ zuerst.“

Ja, Peter Kuhnen kann zusammen mit dem Tierheim-Team und dem gesamten Tierschutzverein stolz auf das Geleistete sein. Mag es auch zeitweise ausgesehen haben, dass aus dem Neubau des Hundehauses nie etwas würde – der Tierschutzverein hat es nun gepackt. Mit der Spende von 200 000 Euro, die Walter Burg aus Wesel dem Verein aus dem Vermächtnis seiner Frau Ina zukommen ließ, konnte mit der Planung begonnen werden.

Zehn Zwinger auf 300 Quadratmetern Fläche

Das neue Hundehaus dürfte eines der am besten ausgestatteten der ganzen Region sein. Auf einer Fläche von 300 Quadratmetern entstehen zehn Zwinger, dazu zwei Zwinger als Krankenstation und – in Zusammenarbeit mit dem Kreisveterinäramt – zwei Zwinger als Tollwut-Quarantänestation. Peter Kuhnen: „Wir können dann bis zu 26 mittelgroße oder 20 große Hunde unterbringen.“ Die Zwinger haben eine Grundfläche von zwölf Quadratmeter und verfügen über neun Quadratmeter Freilauffläche.

Das alte Hundehaus, das durch den Neubau ersetzt wird, stammte noch aus den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Der Neubau mit den Wirtschaftsräumen, mit Futterküche und -lager, Wäschelager und Waschküche wird nicht mehr mit Öl geheizt: „Wir werden auf regenerative Energien umstellen“, so Peter Kuhnen, „und mit Luftwärmepumpen heizen.“

Und auch wenn Harald Lenßen mit Blick auf die geringe Erdbewegung beim Spatenstich scherzte: „Ist nicht viel bei ‘rumgekommen“ – der Anfang ist gemacht.

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Nach dem Spatenstich beginnen die Arbeiten, das Hundehaus soll im nächsten Sommer bezugsfertig sein. Die Kosten liegen bei rund 500 000 Euro brutto, der Tierschutzverein muss also rund 415 000 Euro zur Finanzierung aufbringen. Eine Einzelspende Höhe von 200 000 Euro sowie zahlreiche weitere Spenden und ein Zuschuss des Landes NRW von 80 000 Euro summieren sich derzeit auf etwa 370 000 Euro. Der Tierschutzverein hat circa 900 Mitglieder, das Tierheim betreut jährlich 350 bis 400 Tiere.

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