Vandalismus

Bekanntes Moerser Weihnachtshaus wird Opfer von Vandalismus

Über 58.000 Lichter leuchten dieses Jahr im Garten des Weihnachtshauses in Moers. Leider hat es auch hier Vorfälle von Vandalismus gegeben.

Über 58.000 Lichter leuchten dieses Jahr im Garten des Weihnachtshauses in Moers. Leider hat es auch hier Vorfälle von Vandalismus gegeben.

Foto: NRZ

Moers.  Gibt es einen Grinch in Moers? Ketchup am Weihnachtshaus, zerstochener Schneemann, zerstörte Kugeln. Vandalismus vor Weihnachten ist ein Problem.

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Treibt in Moers ein Grinch sein Unwesen? An den bekannten Weihnachtsmuffel musste Mit-Inhaberin Stephanie Heber zumindest denken, als sie am vergangenen Sonntag vom zerstörten aufblasbaren Schneemann im Außenbereich des „EMS Zentrum Moers“ im Wallzentrum erfuhr. Und auch am „Moerser Weihnachtshaus“ in Meerbeck haben sie in diesen Wochen ein paar Mal schlechte Erfahrungen gemacht – erstmals in all den Jahren.

Die Haustür sei zuletzt mit Ketchup beschmiert gewesen, berichtet Leon Schepers. Einige Wochen zuvor habe jemand versucht, die Lok zu stehlen, die in diesen Tagen im Garten an der Moselstraße 12 m um einen geschmückten Tannenbaum ihre Runden dreht. Die Lok blieb, wo sie war. Aber ein Weihnachtsengel sei verschwunden, so Schepers. Immerhin: Wenige Tage später fand er diesen aber in der Einfahrt seines Hauses wieder.

Zum ersten Mal habe das Team des „EMS-Zentrums“ auch im Außenbereich geschmückt, erzählt Stephanie Heber. Sie habe eher damit gerechnet, dass die Dekoration geklaut werde. Auf der Videokamera, die im Innenbereich aufgebaut ist, ist im Hintergrund zu sehen, dass sich jemand draußen an der Dekoration zu schaffen macht - und der Schneemann dann in sich zusammenfällt.

Stephanie Hebel freut sich über die Reaktionen aus dem Sozialen Netzwerk

Durch den Sturz sei das Gebläse kaputtgegangen. Die Deko ist damit unbrauchbar. „So eine Sinnlosigkeit, das einfach nur kaputtzumachen.“ Sie verweist auf die schwierige Lage am Wallzentrum. Umso mehr freute sie sich aber über die Reaktionen im Sozialen Netzwerk, in der sie von dem Vorfall berichtetet. Jemand habe etwa angeboten den Schneemann zu reparieren.

„Man hat immer mal wieder Leute, die für Weihnachtsdekoration nicht viel übrig haben“, sagt Kristin Heuken von der Kreispolizei Wesel. Mit Zahlen kann sie das nicht belegen, denn solche Fälle werden selten zur Anzeige gebracht – anders als bei Vandalismus etwa an Bushaltestellen, weil dies viele Menschen mitbekämen und der öffentliche Träger häufiger Anzeige erstatte.

Vandalismus in der Innenstadt: Schäden gehen in die Tausende

Gestohlene Lichterketten, zerstörte Weihnachtskugeln: Dass Weihnachtsdekoration im öffentlichen Raum beschädigt oder entfernt wird, ist alle Jahre Thema – auch in der Moerser Innenstadt, weiß Achim Reps von der Immobilien- und Standortgemeinschaft Moers Innenstadt (ISG). „Man kann das nie verhindern. Es ist natürlich ärgerlich für alle, die schmücken.“ Zumal es zur weihnachtlichen Atmosphäre in der Innenstadt beiträgt: „Das stimmungsvolle Bild in der Stadt wird von vielen als einladend wahrgenommen.“ Eine außergewöhnlichen Anstieg solcher Vorfälle im Vergleich zu den Vorjahren kann der ISG-Vorsitzende in diesem Jahr aber nicht wahrnehmen.

Und: Laut Achim Reps kommen solche Vorfälle längst nicht nur in der Adventszeit vor. Bei den sechs aufgestellten Fahrrädern in der Altstadt seien in diesem Jahr die bepflanzten Holzkisten beschädigt worden. Gleiches gilt für die Blumenkübel im Bereich Neustraße/ Steinstraße, wie er sagt. Für Vandalismusschäden seien die Geschäftsleute nicht versichert. Rund 3000 Euro seien auf diese Weise seit Bestehen der ISG angefallen. „Das hält sich im Vergleich zu anderen Städten zwar im Rahmen, aber es muss eben finanziert werden.“ Auch das Team im EMS-Zentrum musste diese Erfahrung machen – und hat in einen neuen Schneemann investiert.

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