• 11. Ausgabe des Festivals steigt vom 6. März bis zum 2. April in Moers, Neukirchen-Vluyn und Kamp-Lintfort
  • Zwei große Schulprojekte und ein Kinderkonzert im Rokokosaal stehen auf dem Programm
  • Schüler führen einstudierte Musicals auf der großen Bühne auf

Für den künstlerischen Leiter des Kammermusikfestes Kloster Kamp, Alexander Hülshoff, gehört es zum festen und hoch geschätzten Bestandteil seines Künstlerlebens, Konzerte für Kinder zu spielen, „weil Kinder eine so großartige, offene Energie haben. Bei Erwachsenen muss man halt oft Erwartungen erfüllen.“ Passt also perfekt, dass sich der Cellist auf seine Kamp-Lintforter Premiere von „Herr Brahms und der rote Igel“ beim 11. Kinder- und Jugendmusikfestival Kloster Kamp (6. März bis 2. April) ganz besonders freut.

Jeannette von der Leyen ist Gesamtleiterin des Kinder- und Jugendmusikfestivals Kloster Kamp und immer hautnah bei den Proben und Konzerten dabei. Sie hat schon oft erlebt, dass es beim kleinen Ableger des renommierten Kammermusikfestivals um weitaus mehr als das bloße Musik hören geht.

Musik soll zum Motor werden

Besonders bei den zwei Schulprojekten in Moers und Neukirchen-Vluyn soll die Musik auch dieses Mal zum Motor werden: „Die Schüler lernen, Grenzen zu überwinden. Und erfahren mitunter, wie süß Erfolg schmecken kann, wenn man auch mal die Zähne zusammenbeißt,“ hat von der Leyen in der Vergangenheit immer wieder beobachtet.

Alexander Hülshoff
Alexander Hülshoff© Kinder- und Jugendmusikfestival Kloster Kamp

Will heißen: Auf einer Bühne zu stehen, zu musizieren, zu tanzen oder zu singen muss nicht unbedingt jedermanns Lebenstraum sein. Und doch kann eine solche Erfahrung unglaublich bereichernd sein und Selbstbewusstsein fördern. Oft werden so gerade diejenigen gestärkt, die sonst nicht mit Mathe und Englisch glänzen können.

Kinder brauchen Bestätigung

Das weiß auch Claudia Corell, Leiterin der Justus-von-Liebig-Schule in Moers: „Viele unserer Kinder brauchen diese Bestätigung.“ 106 Siebt- und Achtklässler der Hauptschule werden, begleitet von vier Dozenten der Hamburger Stahlberg-Stiftung, innerhalb einer Woche das Musical „Reset“ einstudieren und auf der Bühne im Bollwerk aufführen.

Jörg Lengersdorf.
Jörg Lengersdorf.© Volker Herold

„Letzter Halt: Hexenwald“ heißt es für die Dritt- und Viertklässler der Friedensreich-Hundertwasser-Schule in Neukirchen-Vluyn. Violinist Jörg Lengersdorf und Pianist Kai Schumacher üben das im letzten Jahr eigens für das Festival komponierte Musical mit den Schülern ein und führen es gemeinsam auf.

„Herr Brahms und der rote Igel“

Acht Kamp-Lintforter Kitas kommen schließlich in den Genuss des Kinderkonzertes „Herr Brahms und der rote Igel“. Alexander Hülshoff (Cello), der aus Syrien stammende Musiker Thaer Eid (Viola) und Schauspieler Boris Weber spielen und erzählen am 15. März im Rokokosaal des Kloster Kamp die Geschichte des Komponisten Johannes Brahms.

„Wir kommen ohne öffentliche Gelder aus,“ betont Jeannette von der Leyen nicht ohne Stolz. Das sei vor allem treuen Sponsoren wie der Stahlberg-Stiftung, der Bürgerstiftung Neukirchen-Vluyn, der Volksbank Niederrhein, der Stadtwerke Kamp-Lintfort und dem Förderverein „Grancino“ zu verdanken.

„Letzter Halt: Hexenwald!“

Zu sehen gibt es das Musical „Reset“ der Justus-von-Liebig-Schule im Bollwerk am Freitag, 10. März, 17 Uhr. Das Familienkonzert „Letzter Halt: Hexenwald!“ wird am Sonntag, 2. April, 11 Uhr, in der Kulturhalle Neukirchen-Vluyn zu sehen sein. Das Kinderkonzert ist nur für bereits angemeldete Kita-Kinder.