Jugend und Digitales

Moerser Jugendliche beschäftigen sich mit Digitalisierung

Christian Rall und Michael (12) erweitern den NRW-Rover.

Foto: Markus Joosten

Christian Rall und Michael (12) erweitern den NRW-Rover. Foto: Markus Joosten

Moers.   „Jugend hackt“, hieß es am Sonntag. Auf Einladung der Stadt und des Bollwerks haben 20 Jugendliche getüfftelt. Dabei kam Bemerkenswertes heraus.

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Ballwerfende und augenzwinkernde Roboter, geländegeeignete Rover und moderne Messgeräte fernab vom Kabelsalat: Bei „Jugend hackt“ sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Unter dem Motto „Mit Code die Welt verbessern“ haben die Stadt und das Bollwerk am Sonntag zum Tüfteln in die Veranstaltungshalle des Bollwerks eingeladen. 20 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 14 Jahren widmeten sich der Digitalisierung auf ganz praktische Weise.

Mithilfe von Open Data werkelten sie an Prototypen, digitalen Werkzeugen und Konzepten für eine moderne Zukunft. Schon seit dem Beginn vor drei Jahren im Rathaus war das Konzept ein Erfolg.

„Damals nahmen größtenteils Erwachsene teil, aber es kamen immer mehr Kinder und Jugendliche hinzu“, sagte Claus Arndt, Open-Data-Experte der Stadt.

Es gibt eine neue Location

Wegen der hohen Nachfrage habe man mit dem Bollwerk eine Location gefunden, die Kinder und Jugendliche anspricht. Und die wurde innovativ genutzt. Spielerisch und mit jeder Menge Freude am Detail führte ein Team aus erfahrenen Programmierern die Teilnehmer ans „Coding“, dem Eingeben und Programmieren von Computerbefehlen und Softwares, heran.

Der 15-jährige Lennart Fischer blickte auf den Bildschirm: Darauf zu sehen war eine Deutschlandkarte mit Ausstoßwerten von CO2. Mit der AG baute er eine Möglichkeit, Feinstaub zu messen: Mit einem Abflussrohr, in dem sich ein Messgerät befindet, können Feinstaubpartikel in Mikrogramm/Kubikmeter erfasst werden. Mithilfe von WLAN werden die Werte an den Computer übertragen.

Auch in Moers wird die Messform vereinzelt schon angewendet. „Moers liegt beim Feinstaub im grünen Bereich“, weiß der Schüler des Gymnasiums Adolfinum.

Digitalisierung ist mehr als Snapchat

Wenige Meter arbeitete die Datenjournalismus-Gruppe „Journocode“ an einer Karte mit übersichtlich aufbereiteten Wahlergebnissen.

Der Kölner Medieningenieur Christian Rall baute mit Michael einen Rover, der sich per App steuern lässt und mit GPS-Sensoren selbstständig fahren kann. „Da soll noch ein Laser-Scanner dran, so dass er Hindernisse im Raum mühelos umfahren kann. Damit kann er zum Beispiel im Gelände fahren und Bodenproben nehmen“, sagte Michael stolz.

Rall saß mit Michael am Computer, optimierte den Rover: „Hier vereinen sich Informatik, Elektronik und Maschinenbau. Mit welchem Spaß die Kinder mitmachen, ist großartig.“ Digitalisierung bedeute nicht nur Snapchat und WhatsApp, sondern kreatives Schaffen, sagte Arndt. Künftig möchte er hier noch mehr Schulen einbinden,

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