Wirtschaft

Richtfest für die Belia-Seniorenresidenz in Moers-Kapellen

Michael Burmester und Dirk Jentscher (r.) beim Richtspruch für die Belia-Seniorenresidenz.

Michael Burmester und Dirk Jentscher (r.) beim Richtspruch für die Belia-Seniorenresidenz.

Foto: Norbert Prümen

Moers.   Auch interessierte künftige Bewohner schauen sich beim Richtfest in Moers-Kapellen um. Breites Angebot bis hin zur Palliativ-Betreuung.

Es werden über 100 ältere Menschen sein, die demnächst in der Seniorenresidenz Belia an der Bahnhofstraße 60 leben und betreut werden. Heute ist Richtfest, da nähmen, wie Belia-Geschäftsführer Andreas Anspach betont, die Reißbrett-Visionen endlich optisch Gestalt an.

Auf dem 4360 Quadratmeter großen Gelände der alten Ölkannen-Fabrik stehen inzwischen drei Gebäude. „Im Sommer war die Grundsteinlegung. Den fleißigen Handwerkern ist es zu verdanken, dass wir heute schon Richtfest feiern können“, sagt Anspach.

In dem Gebäudekomplex der Lindhorst-Gruppe ist an jede Art der Betreuung gedacht. Es entstehen 80 Einzelzimmer mit Nasszellen (rund 20 Quadratmeter), 15 Wohnungen (rund 45 bis 60 Quadratmeter) sowie ein Tagespflegebereich und eine Palliativ-Betreuung . Dazu gehören außerdem verschiedene Aufenthaltsbereiche, eine Vollküche, eine Wäscherei, ein Friseursalon, eine Fußpflege und ein schönes Restaurant, in dem auch jedermann von außerhalb essen kann. Daneben ist auch an einen gemütlichen Garten gedacht. Dort soll auch das Symbol der Belia-Häuser, ein Lindenbaum, mit einer Rundbank stehen. Projektleiter Rüdiger Baum sprach denn auch von einem hotelähnlichen Ambiente des Projektes.

Siebtes Haus in Nordrhein-Westfalen

Mit Kapellen bietet Belia inzwischen das siebte Haus dieser Art für Senioren in NRW an. Teilweise werden bestehende Häuser, so Anspach, schon weiter ausgebaut. In Moers investiert der Träger rund acht Millionen Euro. Die Personalauswahl starte im Januar/Februar. Dann folgten die übrigen Mitarbeiter. Bewerbungen würden bereits angenommen. Im Herbst solle das Projekt bezugsfertig sein.

Zum Richtfest sind heute auch interessierte künftige Bewohner eingeladen. Wie Marlis (79) und Walter (80) Schneider aus Rumeln. „Wir möchten unser Haus verkaufen und suchen nach einer Wohnung in einer Seniorenresidenz“, erklärt Walter Schneider. Ihnen sei es auch wichtig, etwas über die künftigen Preise zu erfahren. „Das ist aber leider noch nicht möglich“, sagt Marlis Schneider.

Für ihre Mutter und Schwiegermutter suchen Annegret und Reinhard Haala nach einer schönen Bleibe. Die 86-Jährige sitze zwar im Rollstuhl, sei aber ansonsten sehr fidel. „Sie fährt noch sehr gern einkaufen“, berichtet der Sohn. Und das könne sie hier an der Bahnhofstraße ja auch sehr gut. Ihre ehemaligen Nachbarn hätten auch schon Interesse bekundet, bei Belia einzuziehen. Dies alles hänge aber auch vom Preis ab.

Auch Plätze für die Tagespflege

Neben den Handwerkern sind auch Vertreter des Rates wie Ursula Elsenbruch (SPD), Vorsitzende des Sozialausschusses, zum Richtfest gekommen. Elsenbruch begrüßt das Projekt in Kapellen: „Wir brauchen noch viel mehr solcher Angebote für Senioren, auch für behinderte Senioren. Und Plätze für die Tagespflege sind heute ebenfalls wichtig“, weiß die Politikerin.

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