Theater

Tolle Theaterpremiere mit Zaubertricks in Neukirchen-Vluyn

Das Ensemble von Silke Jurk präsentiert die Krimikomödie Gefährliches Spiel im Kulturhalle.

Das Ensemble von Silke Jurk präsentiert die Krimikomödie Gefährliches Spiel im Kulturhalle.

Foto: Heiko Kempken

Neukirchen-Vluyn.   Silke Jurk schreibt ihre Stücke selbst. Die Krimikomödie Gefährliches Spiel ist spannend. An einer Stelle staunen die Zuschauer nicht schlecht.

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Marianne von Blumenaus (Silke Jurk) Millionärsgatte ist tot. Trauer sieht aber anders aus: „Jetzt liegt das alte Ekelpaket endlich unter der Erde“, sagte die Witwe. Ihr eigentlicher Plan, die Asche beim Schadstoffmobil der Stadt abzugeben, hat aber nicht geklappt. Um die Geschichte von Marianne von Blumenau, dem Millionenerbe und einem unglücklichen Deal, drehte sich die Krimikomödie „Gefährliches Spiel“, die Silke Jurk und ihr mobiles Theater am Samstagabend erstmals in Neukirchen-Vluyn präsentierte.

Mariannes Stiefsohn Leon von Blumenau (Tim Cebulla) hat für seine Stiefmutter nicht viel übrig. Noch weniger, seitdem sein Vater ihn aus dem Testament genommen hat. Das gesamte Erbe ginge an Marianne und Birgit Lindner (Chantal Jurk), Mariannes Patenkind und Vollwaise. Das will Leon nicht wahrhaben und schmiedet einen grausamen Plan. Würde Marianne sterben, bekäme Birgit alles, und die würde ihm sicherlich einen Teil abgeben. Die aufkommenden Hassgefühle in Birgit, weil sie jahrelang keine Liebe und Anerkennung von ihrer Tante erfuhr, nutzt Leon aus.

Jurk entscheidet sich bewusst für Neukirchen-Vluyn

Die Sache nimmt ihren Lauf, doch unerwartet taucht Mariannes Geist auf und spielt weiterhin in dem Stück mit. Polizist Gerrit und Mariannes Geist schaffen es schließlich, den wahren Täter zu überführen: Nicht das gefährliche Spiel von Birgit und Leon bringt die Witwe um, sondern eine Staatsanwältin war für den Mord an ihr verantwortlich.

Mit ihrem selbst geschriebenen Stück feierte Silke Jurk vor den rund 100 Besuchern in der Kulturhalle Premiere. Bewusst habe sich die Duisburgerin für einen anderen Spielort entschieden.

Die Autorin ist Theaterfrau und Erzieherin

„Vielleicht kann ich so auch noch neue Zuschauer gewinnen“, sagte Jurk. „Gefährliches Spiel“ ist das zweite Stück, das die Theaterfrau, die hauptberuflich als Erzieherin arbeitet, selbst arrangiert hat. Ein festes Schauspielerensemble hat sie nicht. Für ihre Theaterprojekte gibt sie Annoncen in Zeitungen auf. Die Bewerber sind dann Laien- oder Amateurschauspieler. Davon war am Samstag allerdings kaum etwas zu sehen. Die fünf schafften es, authentisch in ihre Rollen zu schlüpfen. Gepaart war das Stück mit kleineren Zaubertricks.

So goss sie oft die Blumen auf der Bühne bis die Gießkanne leer war und wie aus Zauberhand füllte sie sich immer wieder auf und sie goss fleißig weiter. Die Mischung aus Schauspiel, komödiantischen Dialogen und Zaubertricks kam gut beim Publikum an.

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