- Die CDU-Mittelstandsvereinigung kürt zum dritten Mal den „Unternehmer des Jahres“
- Gabriela und Holger Böckling (Pionier Absaugtechnik) erhielten den Titel
- Das Neukirchen-Vluyner Unternehmen installiert seine Produkte weltweit
Wenn Nivea in Shanghai ein Werk errichtet, Ford in Portugal oder Bosch Rexroth in Peking eine Produktionsstätte bauen oder Dyckerhoff-Zement in der Ukraine Werke übernimmt – dann ist das Know-how einer Neukirchen-Vluyner Firma gefragt: Pionier Absaugtechnik mit Holger und Gabriela Böckling an der Spitze konstruiert und baut Anlagen, die Staub, Puder, Dämpfe und vieles andere absaugen und damit für Mitarbeiter und Produktion unschädlich machen. Holger Böckling wurde gestern von der CDU-Mittelstandsvereinigung MIT zum Unternehmer des Jahres 2017 gekürt.
Titel zum dritten Mal
Zum dritten Mal vergebe die MIT diesen Titel, wie Vorsitzender Michael Darda erklärte. Dabei habe die Firma gleich drei Anforderungen erfüllt: „Es ging um generationsübergreifendes Handeln, die Betriebsverlagerung und die Expansion.“ Dies alles sei bei Pionier Absaugtechnik erfüllt.
Vater Gerd und der 19-jährige Sohn Holger gründeten den Betrieb 1991 in Willich auf einem landwirtschaftlichen Betrieb. 1997 zog es das Unternehmen nach Neukirchen-Vluyn zur Kelvinstraße ins Gewerbegebiet Vluyn-Süd. Die Firma wuchs schnell, 2008 erwarb man das heutige Grundstück von 30 000 Quadratmetern (früher Zelte Hüskens) an der Keplerstraße.
Alles zusammen ist ein Meisterstück
Heute, so Darda weiter, biete das Unternehmen Absauglösungen für komplizierteste Fabrikationen an, maßgeschneidert auf die Ansprüche der Kundschaft in aller Welt.
Pionier habe sich, so Darda, einen Namen gemacht und sei ein Vorzeigeunternehmen Neukirchen-Vluyns. „Expansion, Standortwechsel und Generationswechsel, jedes für sich ist schon schwierig. Alles zusammen ist ein Meisterstück.“
Darda hob auch die Leistungen von der inzwischen verstorbenen Annette und der heutigen Chefin Gabriela Böckling hervor: „Ohne die mitarbeitenden Ehefrauen würde der Mittelstand nicht funktionieren.“
Der Erfolg ist ein Gemeinschaftswerk
Der Erfolg des Unternehmens sei vor allem ein Gemeinschaftswerk, wie Holger Böckling unterstrich. „Mit den Eltern von der Pike auf und zusammen mit den 45 Mitarbeitern haben wir die Firma vorangetrieben.“ Er fühle sich geschmeichelt durch die Auszeichnung.
Trotz allen Erfolges sei es leider schwer, geeignete Mitarbeiter und gute Leute für den Vertrieb zu bekommen. „Wir versuchen dies beispielsweise durch Weiterbildungen zu kompensieren“, machte der Unternehmer Personalwerbung in eigener Sache.
Auf den Mittelstand als Arbeitsplatzbeschaffer wies Michael Darda hin. Nachdem die Zeche 2001 geschlossen wurde, sei der Mittelstand der Problemlöser geworden.


