Fachhochschule am anderen Ufer

Pinkwart entscheidet sich für die Duisburger Straße

Foto: NRZ

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Innovationsminister Andreas Pinkwart hat sich dafür entschieden, die neue Fachhochschule auf dem Brachgelände an der Duisburger Straße zu bauen. Das meldete das Ministerium am Freitag Mittag. Der Stadtrat hatte sich dagegen erst vor drei Wochen für die Ruhrpromenade ausgesprochen.

In der Erklärung wird auf die Kosten abgehoben, die mit den in Rede stehenden Standorten verbunden sind. Demnach sei das Gelände an der Duisburger Straße, das einem Verbund aus Sparkasse und Mülheimer Wohnungsbau gehört, das günstigste. Sowohl das Areal der Drahtseilerei Kocks als auch die Ruhrpromenade oder das Gelände der Lindgens-Fabrik am Kassenberg fielen dahinter zurück.

FH-Rektor Eberhard Menzel zeigte sich erleichtert. Er sei froh, dass jetzt die Verhältnisse klar und die Diskussion beendet sei. Mit dem Standort könne er leben, sagte Menzel der NRZ. Er hatte bislang andere Gelände bevorzugt.

Die Entscheidung hatte sich dem Vernehmen nach erst in dieser Woche herauskristallisiert. Noch bei dem offizielen Semesterstart am 23. September in Mülheim hatte Pinkwart als einzige Adresse die Ruhrpromenade in den Mund genommen, gleichzeitig aber betont, dass die Entscheidung gut durchdacht sein müsse, „es sind ja schließlich Ihre Steuergelder, die wir verbauen". 195 Millionen Euro will das Land für die FH ausgeben, die einmal über 2000 Studenten aufnehmen soll. Nicht nur Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld hatte Pinkwarts Worte als Bestätigung für die Ruhrpromenade verstanden. "Der jetzige Standort", hatte sie gesagt, "trägt zum Ambiente und Flair bei."

Durchaus überraschend hatte sich in der Ratssitzung am 17. September in der leidigen Standortfrage eine Mehrheit aus SPD, FDP und Grünen die Ruhrpromenade gewünscht. CDU und MBI stimmten gegen diese Festlegung, weil sie ihres Erachtens vom Land gar nicht gefordert war und die alleinige Entscheidung ohnhin der Minister habe.

FDP-Kreisvorsitzende Ulrike Flach machte deutlich, dass sie mit dem Votum ihres Parteifreunds Pinkwart leben kann. Die FDP habe immer gesagt, dass die Duisburger Straße ein akktraktives Gelände sei. Flach sieht jetzt die Stadtpolitik in der Pflicht, die Anbindung der FH an die Innenstadt zu gewährleisten, damit es eben keine Hochschule auf der grünen Wiese gebe: "Da muss Flair und Ambiente her".

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