Die Bundesregierung ringt derzeit um eine Neuauflage des Gebäude-Energie-Gesetzes (GEG), besser bekannt als Heizungsgesetz. „Wir werden es neu erschaffen. Das Heizungsgesetz in seiner jetzigen Form ist weder technologieoffen noch praktikabel. Manche Sätze, die in dem jetzigen Gesetz stehen, sind nicht verständlich“, hatte Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) im Interview mit dieser Redaktion gesagt. Hubertz ist zusammen mit Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) federführend bei der Überarbeitung des Gesetzes, CSU-Chef Markus Söder möchte es am liebsten „abschaffen“, wie er unlängst betonte.
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Die fortdauernde Debatte hat auch viele Eigentümer verschreckt. Nicht einmal mehr jeder Siebte ist der Meinung, dass im Gebäudesektor CO2-Emissionen eingespart werden müssen, zeigen nun Ergebnisse einer Civey-Umfrage unter 5.000 Befragten im Auftrag des Bundesverbands energieeffiziente Gebäudehülle (BuVEG), deren Ergebnisse dieser Redaktion vorliegen. Dabei verbrauchen die Gebäude in Deutschland rund 30 Prozent aller CO2-Emissionen.
Heizungsgesetz: Verband fordert Klarheit und Planbarkeit
Bereits das fünfte Jahr in Folge wurde die Umfrage mit identischen Fragestellungen gestellt. In der Betrachtung zeigt sich, dass die Akzeptanz für den Klimaschutz abzunehmen scheint. 42 Prozent der Befragten gaben an, dass gar keine weiteren CO2-Emissionen mehr eingespart werden müssten. Zum Vergleich: Bei der ersten Befragung im Jahr 2021 waren lediglich 16,8 Prozent dieser Auffassung.
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Wer dagegen findet, dass durchaus weitere CO2-Emissionseinsparungen nötig sind, nennt meist den Verkehr (28,5 Prozent) und die Industrie (27,2 Prozent). Mit einigem Abstand folgen Gebäude (15,4 Prozent), Energiewirtschaft (12,9 Prozent und Landwirtschaft (12,7 Prozent). „Diese Entwicklung ist alarmierend. Was die Zukunftsfähigkeit des Gebäudebestands betrifft, wurde in den vergangenen Jahren leider sehr viel Porzellan zerschlagen“, sagte BuVEG-Geschäftsführer Jan Peter Hinrichs dieser Redaktion. Er forderte die Bundesregierung auf, bei der Überarbeitung des als Heizungsgesetz für Klarheit und Planbarkeit zu sorgen, um „auch die Gebäudepolitik zu entideologisieren.“





