Die Messe „Watches and Wonders“ in Genf gilt als Taktgeber der internationalen Uhrenwelt. 2026 steht ganz im Zeichen bedeutender Jubiläen. Rolex steht mit der „Oyster Perpetual“ im Fokus des Interesses. Die Uhr erscheint in neuen Varianten und erinnert an ihre Premiere vor 100 Jahren als erste wasserdichte Armbanduhr.

Auch andere Modelle sorgen für Aufmerksamkeit. Die „IWC Pilot’s Venturer Vertical Drive“ zeigt sich im futuristischen Look, während die „Jaeger LeCoultre Master Hybris Inventiva Gyrotourbillon à Stratosphere“ höchste Uhrmacherkunst verkörpern will. Die „Nomos Glashütte Tangente Neomatik 38 Update Gold“ präsentiert sich mit puristischer Eleganz – und die neue „Cartier Santos“ will klassische Ästhetik mit moderner Chronographentechnik verbinden.

100 Jahre Rolex Oyster: Klassiker neu aufgesetzt

1926 stellte Rolex mit der „Oyster“ die erste wasserdichte Armbanduhr vor und setzte damit einen Meilenstein in der Uhrengeschichte, der heute als selbstverständlich gilt. Zum runden Jubiläum präsentiert die Schweizer Manufaktur auf der „Watch and Wonders 2026“ die behutsame Weiterentwicklung dieses Klassikers. Die „Oyster Perpetual 41“ erhält dabei durchdachte Details. Die Aufzugskrone trägt die Zahl 100 als Relief, und auch das Zifferblatt greift diesen besonderen Anlass auf. Auf dem schiefergrauen Zifferblatt mit Sonnenschliff ersetzt bei sechs Uhr der Schriftzug „100 Years“ die traditionelle „Swiss Made“-Kennzeichnung.

Comeback der Oyster Perpetual Yacht-Master II.
Comeback der Oyster Perpetual Yacht-Master II.© Rolex © Stojan

Auch die „Oyster Perpetual 36“ setzt neue Akzente. Frische Farbkombinationen und das „Celebration Motiv“ verleihen ihr eine verspielte Note. Die „Oyster Perpetual Datejust 41“ zeigt sich mit einem edlen „Ombré Zifferblatt“ und einer Rolesor-Ausführung in Weiß. Zurückhaltend und zugleich modern kehrt zudem die „Oyster Perpetual Yacht Master II“ auf die Bühne zurück.

Messe-Neuheiten von IWC, Cartier und Jaeger-LeCoultre

Ganz im Zeichen der aktuellen Begeisterung rund um die Artemis-Mission und eine mögliche Rückkehr zum Mond betritt IWC mit der „Pilot’s Venturer Vertical Drive“ die Bühne der „Watch and Wonders“. Entwickelt für den Einsatz unter extremen Bedingungen im All, überzeugt sie mit einem innovativen Konzept. Eine drehbare Lünette ersetzt die klassische Krone und ermöglicht Einstellungen auch mit Handschuhen im Raumanzug.

Nomos Glashütte präsentiert mit der „Tangente Neomatik 38 Update Gold“ einmal mehr ihre Stärke im reduzierten Design. Klar gezeichnet, übersichtlich gestaltet und in ein 38,5 Millimeter großes Goldgehäuse gefasst strahlt sie zeitlose Eleganz aus. Ein technisches Meisterwerk zeigt Jaeger LeCoultre mit der „Master Hybris Inventiva Gyrotourbillon à Stratosphere“. Das Mehr-Achsen-Tourbillon mit fliegendem Käfig trifft auf ein bewusst neu interpretiertes Zifferblatt.

Neu auf dem Markt: Jaeger LeCoultre Master Hybris Inventiva Gyrotourbillon à Stratosphere.
Neu auf dem Markt: Jaeger LeCoultre Master Hybris Inventiva Gyrotourbillon à Stratosphere.© © Jaeger LeCoultre | © Jaeger LeCoultre

Auch Cartier setzt Akzente: Die neue Santos mit Chronographenfunktion zeigt sich mit großzügigen Proportionen und ausdrucksstarken Varianten in Stahl, Gelbgold oder Bicolor. Fast gewaltig erscheinen die Maße von 7 x 40 Millimetern für den Klassiker von Cartier.

Sinn & Sinn: Neu auf der Watches and Wonders

Für besondere Aufmerksamkeit sorgt ein Neuzugang. Erstmals ist die deutsche Marke Sinn aus Frankfurt Teil der „Watches and Wonders“ und reiht sich damit in die Riege der bedeutendsten Namen der Branche ein, was durchaus als Ritterschlag gelten darf. Anlässlich des 65. Jubiläums präsentiert das Unternehmen eine technisch verfeinerte Neuinterpretation seines legendären Navigationschronographen und unterstreicht damit eindrucksvoll seine Stärke in der funktional geprägten Uhrmacherkunst.