Zusammenfassung
- Nach der Kündigung des bisherigen OGS-Trägers an vier Dinslakener Grundschulen sorgt sich die Elternschaft um die weitere Betreuung ihrer Kinder.
- Die Stadt Dinslaken garantiert, dass die Betreuung bis mindestens zu den Sommerferien gesichert bleibt.
- Unklar bleibt, wie die Preise für das Mittagessen künftig aussehen.
An vier Dinslakener Grundschulen läuft derzeit das Rätselraten bei Eltern: Wie geht es nach der Kündigung des OGS-Trägers weiter? Wer übernimmt diese wichtige Aufgabe? Die Stadtverwaltung hat jetzt in einer Pressemitteilung über den aktuellen Stand informiert – und gibt eine wichtige Garantie für Eltern ab.

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Nach einem Streit um die Erhöhung des Mittagessens hatte der Träger IB West das Ende der Betreuung angekündigt. Die insolvente Kölner Firma wollte das Essen künftig statt einzeln pauschal abrechnen – aus Sicht der Eltern bedeutete diese Umstellung allerdings eine gravierende Erhöhung. Hunderte Eltern an den Schulen Am Weyer, an der Moltkeschule, an der Hagenschule und an der Gartenschule unterschrieben die Verträge nicht. Die Gespräche scheiterten, der Träger kündigte seinen Rückzug an.
Offener Ganztag: Neue Träger können sich bis 12. Juni bewerben
IB West hatte in einer Pressemitteilung seinen Plan verkündet, sich „vorzugsweise“ am 1. Mai zurückziehen zu wollen. Doch die Trägersuche ist noch nicht so weit vorangeschritten. Die Stadtverwaltung hat jetzt das sogenannte Interessenbekundungsverfahren gestartet. Träger können sich bis zum 12. Juni um die Vakanz im Offenen Ganztag bewerben. Interessant: Es kann um eine oder mehrere Schulen gehen. IB West hatte die Betreuung an allen vier Schulen übernommen.
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Wichtigste Botschaft: Bis mindestens zu den Sommerferien ist die Betreuung gesichert. „Die Versorgung bis zum 31.07.2026 ist in jedem Fall gewährleistet, darauf haben sich die Stadt und der bisherige Träger verständigt“, heißt es in der Pressemitteilung. Die Sommerferien beginnen in NRW am 20. Juli. Was das für eine mögliche Ferienbetreuung bedeutet, ist allerdings unklar. Idealerweise übergibt der alte Träger die Aufgaben zum 1. August. „Die Stadt unterstreicht, dass das Verfahren darauf ausgerichtet ist, eine kontinuierliche Betreuung sicherzustellen“, so die Verwaltung. Im Kooperationsvertrag wird der 1. August als Startpunkt genannt.
Höhe des Mittagessens unklar
Die interessierten Träger müssen jetzt ihre Konzepte vorlegen. Die Verwaltung legt laut eigenem Bekunden unter anderem Wert „auf personelle Kontinuität“ sowie „funktionierende Leitungs- und Entscheidungsstrukturen“. Mit personeller Kontinuität könnte der Wunsch zum Ausdruck kommen, dass die Fachkräfte übernommen werden. Das wäre auch im Sinne der Eltern und der Kinder, die sich an ihre Betreuungspersonen gewöhnt haben.
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„Mit dem Verfahren verfolgt die Stadt Dinslaken das Ziel, eine stabile, transparente und zukunftsfähige OGS-Landschaft zu schaffen, die den Bedürfnissen von Familien gerecht wird und die pädagogische Qualität vor Ort stärkt“, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Fraglich bleibt zum jetzigen Zeitpunkt auch, was das für die Preise des Mittagessens bedeutet. Denn darüber hatte es ja den Streit gegeben. Eltern hatten sich nicht nur an der Erhöhung, sondern auch an der Intransparenz gestört. Im Kooperationsvertrag steht lediglich, dass die Teilnahme für alle OGS-Schülerinnen und ‑Schüler verpflichtend ist. Die Erhebung erfolge über den Träger – ob pauschal oder einzeln, bleibt also ihm überlassen.














