Nach dem Unfall an der Hagenstraße im Juni, der zwei Schülern das Leben gekostet hat, haben Eltern eine Petition ins Leben gerufen. Sie fordern mehr Sicherheit auf Schulwegen sowie das Anlegen von Schulstraßen und sammeln dafür Unterschriften. 1444 sind bereits zusammengekommen. Auch in der Vergangenheit haben sich immer wieder Bürgerinnen und Bürger, Eltern und auch Schulen wie etwa die Bruchschule in einer aufsehenerregenden Aktion über die „Elterntaxis“ morgens und mittags vor Schulen beschwert. Die Stadt hat sich jetzt im Rahmen eines Workshops mit dem hohen Verkehrsaufkommen rund um die Dinslakener Schulen beschäftigt.

Stadt kündigt „Bündel von Maßnahmen“ an

Bürgermeister Simon Panke hatte dazu die drei Beigeordneten und die Fachleute aus den Bereichen Ordnung, Bau, Verkehrsplanung und Schule versammelt. Einig waren sie sich, dass die Stadtverwaltung mit einem Bündel von Maßnahmen auf die große Zunahme des Hol- und Bringverkehrs reagieren muss, teilt die Stadt nun mit. Dabei seien sowohl verkehrsrechtliche Maßnahmen diskutiert worden – etwa die Einrichtung von Schul- oder Einbahnstraßen oder die Ausweisung zusätzlicher Zebrastreifen – als auch bauliche Veränderungen wie Fahrbahnverengungen oder Schwellen.

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Anhand einiger diskutierter Beispiele sei dabei klar geworden, dass keine „Schablone“ auf alle Gegebenheiten passen wird, sondern dass die Schulen individuell betrachtet werden müssen. Beginnend mit den Grundschulen werde die Verwaltung daher jeweils einen eigenen Arbeitskreis zur Verkehrssicherheit einberufen, unter Beteiligung der Schulen, der Elternvertretungen, der Polizei und jeweils auch Vertreterinnen und Vertretern der Anwohnerschaft. Auch die Organisatorinnen der Schulweg-Petition wird man einladen, ihre Perspektive einzubringen. So soll am Ende für jede Schule ein eigenes Konzept zur Verbesserung der örtlichen Situation erarbeitet werden.

Anti-Elterntaxi-Plakate Bruchschule
Vor fünf Jahren hatte bereits die Bruchschule eine Aktion gegen Elterntaxis gestartet (Archivbild)© FUNKE Foto Services | Lars Fröhlich

Ebenfalls beabsichtigt die Verwaltung, die Idee von ehrenamtlichen Lotsinnen und Lotsen weiter zu verfolgen. In einem ersten Schritt möchte man mit den Schulleitungen ein gemeinsames Konzept entwickeln und bei der öffentlichen Bewerbung unterstützen.

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Schwerpunktkontrollen an Schulen

Um weiter für das Thema zu sensibilisieren, wird die Verwaltung eine öffentliche Kampagne entwickeln, wobei die sozialen Medien eine besondere Rolle in der Ansprache der Zielgruppe von Eltern mit Kindern im Grundschulalter spielen werden.

Dabei wird man es nicht bei mündlichen Verwarnungen belassen, sondern konsequent mit Bußgeldern arbeiten.

Stadt Dinslaken, kündigt Kontrollen an Schulen an

Mit Beginn des Schuljahres wird die Stadt zudem noch stärker mit unangekündigten Schwerpunktkontrollen arbeiten. Die Erfahrungen zeigten nämlich, dass bestehende Regelungen – wie temporäre oder absolute Halteverbote im Schulumfeld – durch „Elterntaxis“ häufig ignoriert würden. Die Ordnungsbehörde wird damit beauftragt, in der Verteilung der personellen Ressourcen verstärkt die Hol- und Bringzeiten an Schulen zu berücksichtigen.

Dabei wird man es nicht bei mündlichen Verwarnungen belassen, sondern konsequent mit Bußgeldern arbeiten. Bürgermeister Simon Panke wird zum Schulstart ebenfalls an einer morgendlichen Kontrolle teilnehmen, um die Lage in Augenschein zu nehmen und als Zeichen für die Bedeutung, die das Thema in der Verwaltung einnehmen soll.