Noch knapp einen Monat, dann wird Premiere gefeiert: Am Samstag, 12. September, steigt am Schirrhof in Kamp-Lintfort die erste Ausgabe des Klangrevier-Festivals. Für Dominik Fusek, Severin Gremme, Luca Rusch und Simon Skowasch von der Festivalleitung gibt es in den nächsten Wochen noch jede Menge zu tun. Wie entspannt man knapp 30 Tage vorher sein kann? „Das kommt drauf an, wen man hier fragt“, findet Luca Rusch spontan eine teamfähige Antwort.
Fest steht für die Festivalmacher aber schon jetzt: Mit so viel Zuspruch und Unterstützung hatte im Vorfeld keiner von ihnen gerechnet. Und sie wissen auch, dass es nicht selbstverständlich ist, in diesen Zeiten ein neues Festival aus dem Boden zu stampfen. Nach Corona waren vor allem die Preise für die Infrastruktur von Veranstaltungen in die Höhe geschnellt. „Die Kosten für ein Festival haben sich verdreifacht. Umso mehr freuen wir uns, dass so viele Unternehmen und Organisationen uns mit ihrer Unterstützung die Möglichkeit geben, unser Konzept so umzusetzen – ohne dass wir vorher schon etwas vorweisen konnten“, so Dominik Fusek.
Jetzt warte auf das Team aber erst einmal eine „Infrastrukturschlacht“, nennt es Severin Gremme. Vom Kabelbinder bis zum Bauzaun muss am Ende alles am richtigen Platz sein, wenn das Festival seine Tore um 13 Uhr öffnet. Bevor das Programm auf der Hauptbühne um 14.30 Uhr startet, lohnt sich aber schon ein Bummel über das Festivalgelände. Wir haben die wichtigsten Informationen für die Besucher hier zusammengefasst.
Das Line-Up
Headliner ist der Rapper Lostboi Lino, ein Künstler, der sich nicht wirklich in eine Schublade stecken lässt. Das Festival-Team schreibt über den Top-Act: „Irgendwo zwischen Rap, Indie, Grunge und Pop-Punk entwickelt er einen Sound, der rau, direkt und gleichzeitig erstaunlich nahbar ist. Seine Musik lebt von emotionalen Texten, markanter Stimme und einer Energie, die sowohl nach Clubshow als auch nach Festivalmoment klingt.“

Mit der Verpflichtung der Berliner Indie-Pop-Band Haus F ging für einige aus dem Festivalteam ein Wunsch in Erfüllung: „Eine Band, die mit einem energiegeladenen und zugleich gefühlvollen Sound auf sich aufmerksam macht. Zwischen treibenden Songs, emotionalen Balladen und luftigem Indie-Pop bewegt sich die Band nah an den Themen einer jungen Generation: Liebe, Freundschaft und das Chaos des Erwachsenwerdens“, so das Festivalteam.
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Himitzu ist eine Alternative-Dark-Pop-Band aus NRW, die für „einen kraftvollen, emotionalen und atmosphärischen Sound steht. Zwischen verletzlichen Momenten, düsteren Klangflächen und explosiver Energie schafft die Band einen Stil, der direkt unter die Haut geht. Besonders prägend ist Frontfrau Marisa, deren starke Stimme und persönliche Texte Himitzu eine intensive emotionale Tiefe verleihen“, lautet das Klangrevier-Urteil.
Ein Heimspiel haben Bakali, eine Band, deren Mitglieder aus Kamp-Lintfort und Umgebung kommen. Sie kommen mit deutschsprachigem Pop-Rock, der „eingängige Melodien mit ehrlichen Texten verbindet und sich musikalisch zwischen Alltagsflucht, Herzklopfen, Tanzfläche und nachdenklichen Momenten bewegt“, heißt es auf der Klangrevier-Homepage.
Teenage Bedlam hat sich den Auftritt beim Klangrevier-Festival redlich verdient: Die rockige Schulband des Gymnasium Adolfinum in Moers ging beim Klangrevier-Contest im Mai nach einem Publikumsvoting als Sieger hervor. Der Preis: ein Auftritt bei der Premiere des Klangrevier-Festivals...
Sie sind die Opener am Samstag: JuKiRo, das Jugend- und Kinder-Rockorchester der Musikschule Kamp-Lintfort. Auf der Bühne stehen Musikerinnen und Musiker im Alter von sechs bis 25 Jahren, die Rock, Pop und orchestrale Filmmusik auf eigene Weise zusammenbringen.

Die Tickets
Die Early-Bird-Tickets sind schon lange ausverkauft. Das Online-Ticketangebot des Klangrevier-Festivals bietet aber weiter viele verschiedene Optionen an. Wichtig zu wissen: Für alle unter 17 Jahren ist der Eintritt kostenfrei, auch das kostenfreie Ticket sollte aber vorab gebucht werden. Mitzubringen ist ein gültiger Altersnachweis, der wird am Einlass kontrolliert.
Wer jetzt schnell zuschlägt, kann noch ein Ticket zum Preis von 14 Euro kaufen. Wenn das limitierte Kontingent aufgebraucht ist, geht es in die nächste Preisstufe – dann kostet ein Ticket 20 Euro. Zu haben sind aber auch rabattierte Gruppen-Tickets: Ab fünf Tickets gibt es einen Preisnachlass von 17 Prozent.
„Es gibt für jeden etwas zu tun, sofern man über 18 Jahre alt ist.“
Dominik Fusek, und sein Team suchen noch Helfer
Für einen Festival-Stammtisch oder ein Vereinsticket müssen mindestens acht Tickets zum Preis von 14 Euro gekauft werden. Wer als eingetragener Verein (e. V.) oder ehrenamtliche Gruppe ein solches Ticket kauft, bekommt als Bonus einen „Festival-Stammtisch“ im Biergarten auf dem Festivalgelände. Im Preis inbegriffen sind Getränkewertmarken im Wert von 40 Euro. Nach dem Ticketkauf muss man sich zur Tischreservierung unbedingt per E-Mail bei elias@klangrevier.de melden. Der Tisch wird durch den Ticketkauf nicht automatisch reserviert.
Essen und Trinken
Aufgebaut werden ein großer Biergarten und ein Food-Court mit verschiedenen Speiseangeboten von süß bis herzhaft. Im Angebot sind unter anderem Klassiker wie Pommes und Currywurst, verschiedene Mac and Cheese-Varianten und vegane Burger. Die Bäckerei Büsch kommt mit ihrem Kaffeebus und die Rheurdter Eismanufaktur Nordstern mit einem Eiswagen. Aufgebaut werden soll zudem ein ruhrgebietstypisches Büdchen mit Süßigkeiten.
Neben Wasser und Softgetränken werden Altbier von der Kamp-Lintforter Brauerei Geilings Bräu und Köpi ausgeschenkt, dazu bietet ein Winzer von der Mosel Wein an.

Das Festivalgelände
Etwa 2000 Quadratmeter groß ist das zur Verfügung stehende Gelände auf dem Schirrhof. Der Eingang befindet sich dann nicht auf der Seite der Friedrich-Heinrich-Allee, sondern im Zechenpark im Bereich der Skate-Anlage. Neben der Bühne, Food- und Getränkeständen präsentieren sich auch einige Sponsoren des Festivals auf dem Areal. Dazu wird im Bereich des Biergartens eine weitere kleine Bühne aufgebaut, auf der den ganzen Tag über Künstler auftreten werden.
Kinder
Auch für Kinder wird es Angebote geben. Das Spielmobil „Der blaue Kuni“ wird vor Ort sein, dazu gibt es Kreativangebote. Auch Gehörschutz für Kinder kann voraussichtlich auf dem Gelände erworben werden.
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Anreise
Wer kann, sollte mit dem Fahrrad oder dem ÖPNV anreisen, es werden eigens Fahrradständer aufgebaut. Wer mit dem Auto anreist, kann kostenlose Parkplätze direkt neben dem Festivalgelände auf dem Zechenpark-Parkplatz an der Friedrich-Heinrich-Allee oder auf dem Hochschulparkplatz (Friedrichstraße 2) nutzen. Geplant ist außerdem eine Kiss-and-Ride-Area.
Merchandise
Selbst gemacht – das gilt, zumindest was das Design angeht, auch für das Merchandise-Angebot. Und das kann sich sehen lassen: Fans der ersten Stunde können T-Shirts, Sweater, Kids-Shirts und Taschen erwerben, aber auch bei den Festival-Bechern dürfte der ein oder andere auf das Pfandgeld verzichten und ein oder mehrere Exemplare mit nach Hause nehmen. Dazu wird es unter anderem Klangrevier-Flaschenöffner geben. Gut möglich, dass auch Künstler mit eigenen Merch-Artikeln anreisen.
Helfer
60 Helferinnen und Helfer hat das Festivalteam bereits um sich geschart. Ziel sei, so das Orga-Team, mit insgesamt 90 Freiwilligen an den Start zu gehen: „Es gibt für jeden etwas zu tun, sofern man über 18 Jahre alt ist.“ Wer noch Interesse hat, kann sich über die Festival-Homepage und die sozialen Medien beim Orga-Team melden.
Gut zu wissen
Aus Sicherheitsgründen ist auf dem Festivalgelände Glas verboten. Es dürfen keine Tiere mitgebracht werden. Ebenfalls verboten sind selbst mitgebrachte Speisen oder Getränke. Für mitgebrachte Rucksäcke gilt beim Einlass das DIN-A-4-Maß, möglich sind auch sogenannte durchsichtige Clear-Bags.


