Die Kamp-Lintforter CDU will die Verkehrssicherheit rund um das Fahren mit E-Scootern verbessern. Mit einem Antrag für die kommende Ratssitzung am 29. September fordern die Christdemokraten die Stadt auf, gemeinsam mit der Kreispolizeibehörde Wesel die Situation in Kamp-Lintfort genauer zu untersuchen, mögliche Gefahren- und Beschwerdeschwerpunkte zu ermitteln und daraus konkrete Maßnahmen, zum Beispiel gezielte Kontrollen, abzuleiten.
„E-Scooter gehören inzwischen ganz selbstverständlich zum Straßenbild und können eine sinnvolle Ergänzung der Mobilität sein. Uns geht es ausdrücklich nicht darum, sie zu verbieten oder ihre ordnungsgemäße Nutzung einzuschränken“, erklärt der CDU-Fraktionsvorsitzende Simon Lisken in einer Pressemitteilung. „Aber wo Regeln missachtet und dadurch andere gefährdet werden, müssen wir genauer hinschauen und konsequent handeln.“
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Den Anstoß für den Antrag gab CDU-Fraktionsmitglied Tobias Jakubowski. Im Alltag seien immer wieder Situationen zu beobachten, in denen E-Scooter entgegen den geltenden Regeln genutzt würden. Dazu gehörten insbesondere Fahrten mit mehreren Personen, die Nutzung durch zu junge Fahrer, das Fahren auf Gehwegen sowie technisch veränderte Fahrzeuge und fehlender Versicherungsschutz, so Jakubowski.
E-Scooter in Kamp-Lintfort: Unfall auf dem Rathausplatz
„Man sieht leider immer häufiger Situationen, bei denen man sich fragt, ob den Beteiligten überhaupt bewusst ist, welches Risiko sie für sich und andere eingehen“, sagt Jakubowski. „Besonders wenn Kinder mit E-Scootern unterwegs sind, zu zweit gefahren wird oder Gehwege mit höherer Geschwindigkeit genutzt werden, kann es schnell gefährlich werden.“

Dass das Thema an Bedeutung gewinnt, zeigten auch die Unfallzahlen, sagt die CDU und zitiert aus der NRW‑Verkehrsunfallbilanz. Laut dieser verunglückten 2025 in NRW rund 3.900 Menschen mit E-Scootern – rund 50 Prozent mehr als im Vorjahr. Besonders stark war der Anstieg bei Kindern und Jugendlichen. Auch in Kamp-Lintfort sei es bereits zu einem entsprechenden Vorfall gekommen, so die CDU. Am 1. Juli kollidierte auf dem Rathausplatz eine E-Scooter-Fahrerin mit einem elfjährigen Fahrradfahrer. Der Junge wurde leicht verletzt. Die E-Scooter-Fahrerin entfernte sich anschließend vom Unfallort
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Mit ihrem Antrag möchte die CDU nach eigener Aussage nun eine belastbare Grundlage für Kamp-Lintfort schaffen. Die Verwaltung soll gemeinsam mit der Kreispolizeibehörde Erkenntnisse zu Unfällen, Beschwerden und wiederkehrenden Verstößen zusammentragen und mögliche örtliche Schwerpunkte ermitteln. Besonders betrachtet werden soll das Umfeld von Schulen und Kindertagesstätten, Bushaltestellen sowie stark frequentierte Bereiche der Innenstadt. „Wir wollen wissen, wo es in Kamp-Lintfort konkrete Probleme gibt, und dort gemeinsam mit Polizei und Stadt gezielt ansetzen“, so Lisken.


