Das Rheinpreussen-Orchester lädt am Samstag, 17. Oktober, und Sonntag, 18. Oktober, jeweils um 15 Uhr zum diesjährigen Jahreskonzert in das Josef-Jeurgens-Haus (hinter der Kirche St. Josef), Königstr. 1, in Kamp-Lintfort ein.
Unter der musikalischen Leitung von Uwe Krause spielen die rund 25 Musikerinnen und Musiker in ihren traditionellen Bergmannsuniformen ein buntes Programm mit bekannten Melodien aus verschiedenen Zeitepochen. Hierzu zählen unter anderem die Werke „Ein halbes Jahrhundert“ (Polka), „Abel Tasman“ (Marsch) und „Ich denke oft an Piroschka“ (Filmmusik). Außerdem werden wieder Musik aus den 1980ern, ein Medley mit unvergessenen Fernseh-Melodien und ein Stück für Orchester und 3 Alphörner zu hören sein.
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Eintrittskarten sind ab sofort zum Preis von 12 Euro (Kaffee und Kuchen inklusive) erhältlich. Karten können in Kamp-Lintfort in der Goldschmiede „Genau mein Stil“ (Markgrafenstr. 5) und in der Löwen-Apotheke (Moerser Str. 220) erworben oder beim Orchester unter Telefon 0163/7832375 reserviert werden. Gegebenenfalls werden Restkarten an der Tageskasse erhältlich sein.
Neues Konzept mit großem Erfolg
Das Bergmannsorchester hatte im vergangenen Jahr mit dem Konzept des Konzertes – im Eintrittspreis sind Kaffee und Kuchen inklusive – einen unerwarteten Erfolg. Da die letzten Karten sofort nach Eröffnung der Tageskasse ausverkauft waren, mussten 2025 einige Wartende sogar an der Saaltür abgewiesen werden, heißt es in einer Pressemitteilung. Damit sich dies nicht wiederholt, wurde entschieden, das Konzert in diesem Jahr an gleicher Stelle zwei Mal zu spielen.
Der Name „Rheinpreussen“, den das Orchester trägt, ist unzertrennlich mit der Geschichte der ehemaligen Stadt Homberg verbunden. 1897 ermunterte der damalige Betriebsführer der Schachtanlage I/II auf dem Bergwerk Rheinpreussen die Mitarbeiter zur Gründung eines Bergmannsorchesters. Das Orchester stellte es sich zur Aufgabe, altes deutsches Liedgut und bergmännisches Brauchtum zu wahren, heißt es in der Mitteilung weiter.
Vor dem Vergessen bewahren
Mit der Ende 2012 erfolgten Schließung des letzten am linken Niederrhein verbliebenen Steinkohlenbergwerks „Bergwerk West“ in Kamp-Lintfort wurde das aktive Kapitel der weit über 100 Jahre zurückreichenden Tradition des Bergbauwesens in unserer Region endgültig beendet.
Das Rheinpreussen-Orchester hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Epoche vor dem Vergessen zu bewahren. Es vertritt aktiv die musikalische Tradition des Bergbaus und wird im Rahmen der Kulturförderung von der RAG-Stiftung weiterhin unterstützt. Nicht nur zur repräsentativen musikalischen Rahmengestaltung wird das Rheinpreussen-Orchester weiterhin eingesetzt. Es kann zur musikalischen Begleitung verschiedenster Gelegenheiten gebucht werden.
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An der Blasmusik interessierte Musikerinnen und Musiker sind immer willkommen. Die Orchesterprobe findet donnerstags von 18 bis 20 Uhr in der Gaststätte „Altes Kasino“ (Ringstraße 193) in Kamp-Lintfort statt.


