Das Interesse, Wärmepumpen und Photovoltaikanlagen anzuschaffen, steigt in der Region offenkundig. Davon berichtet Gisela Daniels, Leiterin der örtlichen Verbraucherzentrale, beim Besuch des Kamp-Lintforter SPD-Landtagsabgeordneten René Schneider.
Die Verbraucherzentrale Moers verzeichne eine wachsende Nachfrage nach entsprechenden Beratungsangeboten, heißt es in einer Mitteilung. Der Umstieg auf nachhaltige Energieversorgung bringe natürlich auch Unsicherheiten mit sich. Was kostet eine Anschaffung? Welche Förderungen gibt es? Und lohnt sich die Investition langfristig? Mit diesen Fragen würden sich immer mehr Menschen an die Verbraucherzentrale wenden. Sie biete hierfür unter anderem den kostenlosen Vergleich für Angebote von Wärmepumpen.
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Viel Beratungsbedarf hätten Verbraucherinnen und Verbraucher beim Wechsel von Gas auf erneuerbare Energien, erklärt Daniels. Gasanschlüsse seien ein wichtiges Beispiel. Wer seinen Gasliefervertrag kündigt, müsse sich auch um die Stilllegung des Gasanschlusses kümmern. Je nach Netzbetreiber könnten dabei erhebliche Kosten entstehen: „Das geht von kostenlos bis zu vierstelligen Summen“, wird Daniels in der Mitteilung zitiert. Sie appelliert deshalb an Verbraucher, sich frühzeitig beim zuständigen Netzbetreiber zu informieren und die Beratungsangebote der Verbraucherzentrale zu nutzen.
Auch Glasfaser ist ein großes Thema in der Moerser Verbraucherzentrale
Auch andere Themen ging die Verbraucherzentrale NRW zuletzt an, wie Schneider bei seinem Besuch erfuhr. Im vergangenen Jahr habe sie unter anderem Erfolge bei Klagen gegen unfaire Bedingungen in Glasfaserverträgen und Preiserhöhungen bei Amazon erzielt. In beiden Fällen profitierten zahlreiche Betroffene von den Verfahren und hätten Geld zurückerhalten. „Die Verbraucherzentrale zeigt, was möglich ist, wenn sich jemand ordentlich kümmert und Interessen der Menschen konsequent vertritt“, wird der Abgeordnete Schneider in der Mitteilung zitiert.
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Kritisch für den Verbraucherschutz sehe der SPD-Politiker die Finanzplanung der Landesregierung für 2027. Laut Haushaltsplan sehe das Land für die Förderung von mehrjährigen Projekten der Verbraucherzentralen in NRW im kommenden Jahr etwa 2,74 Millionen Euro vor. In diesem Jahr seien es noch mehr als 2,81 Millionen. Gleichzeitig steige der Bedarf an einer Beratung weiter. Als Gründe nennt Schneider die Digitalisierung und die Energiewende.


