„Mal ganz ehrlich“, beginnt Detlef Steves in einem emotionalen Video. „Kommt ihr euch eigentlich auch alle so richtig schön verarscht vor?“ Der TV-Star aus Moers zeigt sich angesichts der stark steigenden Spritpreise schockiert. „Sorry, aber mir platzt der Kragen“, schreibt Steves unter seinen Instagram-Post. Seit dem Angriff der USA und Israels auf den Iran klettern die Kosten für Benzin und Diesel auch an Tankstellen in Moers immer weiter nach oben. So verkaufte die Markant-Tankstelle an der Hülsdonker Straße 117 ihr Benzin am Donnerstagmorgen im Berufsverkehr für satte 2,05 Euro. Auch die Star-Tankstelle an der Lintforter Straße 61 knackte am Morgen bereits die Zwei-Euro-Marke (2,02 Euro).

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„Wie dumm sind wir eigentlich?“, wettert Steves auf Instagram. „Dass die das alle immer mit uns machen können. Was ist denn bitte los?“ Die Wut des TV-Entertainers richte sich vor allem gegen die Mineralölkonzerne. „Es ist nicht der Staat, der das macht“, so Steves. Trotzdem erwarte er eine Reaktion der Bundesregierung. In Polen würde es die Politik schließlich auch hinbekommen, dass der Preisanstieg an den Zapfsäulen nicht so dramatisch ausfalle. „In den Nachbarländern ist das bei Weitem nicht so teuer“, ärgert sich Steves, der zahlreiche Reaktionen von besorgten Moerserinnen und Moersern erhalten habe.

„Das ist Geldmacherei“: TV-Star Detlef Steves wettert gegen Mineralölkonzerne

„Wie soll ein Familienvater, der als Elektriker arbeiten geht, wo die Frau vielleicht einen Minijob hat und die Kinder dann morgens zum Kita-Platz bringt, das bezahlen können?“, fragt Steves. Den Mineralölkonzernen wirft er vor: „Das ist Geldmacherei!“ SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf hatte das Bundeskartellamt am Mittwoch aufgefordert, die Preissteigerungen bei Gas, Öl und Benzin zu prüfen: „Es darf nicht sein, dass sich Mineralölkonzerne angesichts der dramatischen Lage im Iran nun auf Kosten der Verbraucherinnen und Verbraucher bereichern“, sagte der Politiker dieser Zeitung.

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Noch am Montag lag der Benzinpreis (Liter Super E10) nach Angaben des ADAC im Tagesdurchschnitt bei 1,81 Euro. Bereits am Dienstag kletterte der Preis vielerorts auf 1,90 Euro. „Das Bundeskartellamt muss hier endlich genau hinschauen und – wenn sich kartellrechtliche Verstöße zeigen – entschlossen einschreiten“, so SPD-Generalsekretär Klüssendorf.

„Und jetzt kommt mir nicht mit ‚Ja, dann fahr halt E‑Auto‘“, sagt Steves am Ende seines Instagram-Videos. „Ich habe ein E-Auto, aber es geht mir nicht um mich als Person. Es geht um uns alle!“ Wie einige Influencer nach Dubai oder in andere Länder auszuwandern, komme für ihn aber nicht infrage: „Nein, ich wandere nicht aus“, so Steves. „Ich bin hier geboren. Warum soll ich auswandern, weil mir irgendetwas nicht passt?“ Dennoch sei die Politik nun in der Pflicht, zu handeln: „Ich fordere den Staat auf, uns zu schützen.“