Hell, neu und vor allem sicher: Die Brandschutzsanierung des Rathauses in Neukirchen-Vluyn steht kurz vor ihrer Vollendung. Seit Februar 2024 sind die Arbeiten bei laufendem Betrieb der Stadtverwaltung bewältigt worden. Das Gebäude mit Erweiterungsbau (von 1954 und 1986) entspricht nun den aktuellen Vorschriften, die die Sicherheit von Besuchern und Beschäftigten gewährleisten.
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Um die Erreichbarkeit für Bürgerinnen und Bürger stets aufrechtzuerhalten, erfolgte die Sanierung im laufenden Betrieb in mehreren Abschnitten. Einzelne Gebäudeteile wurden freigezogen, die Beschäftigten rückten zusammen. „Wo sonst maximal zwei Personen in einem Büro saßen, waren es in den Zeiten des Umbaus auch schon einmal drei oder mehr“, zieht Bürgermeister Dirk Schauenberg Resümee.
Wechselnd wurde auch im Homeoffice gearbeitet. „Alle Beschäftigten haben eine enorme Flexibilität angesichts der Umstände an den Tag gelegt“, so Schauenberg. „Die gesamte Verwaltung beziehungsweise einzelne Bereiche des Rathauses waren in den zwei Jahren an lediglich vier Tagen geschlossen. Eine reife Leistung!“ Auch der Stadtrat und die Ausschüsse mussten flexibel sein und tagten während der Bauarbeiten in der Kulturhalle Vluyn, so wie auch schon zu Zeiten der Corona-Pandemie.
Mit der umfassenden Sanierung schaffen wir nicht nur ein sicheres und zukunftsfähiges Rathaus, sondern verbessern durch energetische Maßnahmen auch dauerhaft die Arbeitsbedingungen und den Klimaschutz vor Ort.
Dirk Schauenberg, Bürgermeister
Im Mittelpunkt der Sanierung steht die neue Brandwarnanlage. Die Brandwarntechnik in den Fluren ermöglicht eine frühzeitige Erkennung von Bränden und informiert im Ernstfall alle Personen im Gebäude. Die Fluchtwege wurden außerdem mit akustischen Warneinrichtungen und Sicherheitsbeleuchtung ausgestattet. Hinzu kamen im gesamten Gebäude eine modernisierte Elektroverteilung und Netzwerkverkabelung. Da in den vergangenen Jahren immer wieder Schäden an der Heizung auftraten, wurde auch die Heizungsanlage umfassend modernisiert und auf ein effizienteres System umgebaut.

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Um Energie zu sparen, wurde die Beleuchtung in den Gemeinschaftsflächen auf LED umgestellt und wird nun mittels Präsenzmelder gesteuert. Die Büros wurden flächendeckend mit neuem Teppichboden und höhenverstellbaren Schreibtischen ausgestattet. Wo noch nicht vorhanden, wurde die EDV-Technik auf Green IT umgestellt. Durch Umzüge wurden effizientere Arbeitswege geschaffen und Räume freigezogen, sodass ein neuer Besprechungsraum geschaffen werden konnte. Ein neuer, heller Sozialraum im Obergeschoss sowie die Modernisierung der Teeküchen steigern den Wohlfühlfaktor am Arbeitsplatz. Hier stehen noch letzte Arbeiten aus.
Rathaus Neukirchen-Vluyn: Touchscreen im Foyer
Das Foyer des Rathauses wurde freundlich hell umgestaltet, ebenso das Bürgerbüro als erster Ansprechpartner für Bürgerinnen und Bürger. Ein Touchscreen im Eingangsbereich stellt außerdem aktuelle Informationen aus Neukirchen-Vluyn bereit. Die neue Photovoltaik-Anlage auf dem Rathausdach soll künftig mehr als 50.000 Kilowattstunden Strom im Jahr erzeugen. Etwa drei Viertel davon wird die Verwaltung selbst verbrauchen. Der solare Energieertrag der Anlage kann synchron auf einem Bildschirm im Eingangsbereich betrachtet und nachvollzogen werden.
Die Kosten für die Sanierung schlagen mit etwa 2,93 Millionen Euro zu Buche. In die Photovoltaik-Anlage wurden etwa 200.000 Euro investiert. Die Investition in die energetische Sanierung bringt langfristige Effizienzgewinne und Nachhaltigkeit für den städtischen Gebäudebestand. Ursprünglich war eine Containeranlage als Ausweichmöglichkeit für Büros im Gespräch, wegen zu hoher Erstellungs- und Mietkosten von rund 800.000 Euro war sie aber wieder verworfen worden.
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„Mit der umfassenden Sanierung schaffen wir nicht nur ein sicheres und zukunftsfähiges Rathaus, sondern verbessern durch energetische Maßnahmen auch dauerhaft die Arbeitsbedingungen und den Klimaschutz vor Ort“, so Bürgermeister Schauenberg. Sein Dank gelte den Beschäftigten, den Planerinnen und Planern im Haus sowie dem Architekturbüro Tervoort + Banczyk. „Die hohe Komplexität der Maßnahme verlangte eine präzise Planung und intensive Abstimmung mit allen Beteiligten, das ist wunderbar gelungen.“




