Am Freitagmittag kam es im Ortsteil Finkenberg zu einem Großeinsatz der Feuerwehr. Die Löscheinheiten Rheurdt und Schaephuysen wurden um kurz nach 13 Uhr alarmiert. Zunächst hieß es, ein Auto brenne. Noch bevor die ersten Einsatzkräfte ausrückten, erhöhte die Leitstelle die Alarmstufe auf „Gebäudebrand“, wodurch zusätzlich die Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr Neukirchen-Vluyn und ein Rettungswagen alarmiert wurden.

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Dem waren weitere Notrufmeldungen vorausgegangen, die besagten, dass sich das Feuer vom Pkw auf einen Carport ausgedehnt habe, teilt die Feuerwehr weiter mit. Bereits auf der Anfahrt war eine schwarze Rauchsäule weithin sichtbar. Bei Eintreffen des ersten Löschfahrzeugs standen der rechte Teil eines Carport-und Schuppen-Komplexes sowie der darunter abgestellte Pkw und mehrere Strohballen in Vollbrand.
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Umgehend wurde ein massiver Löschangriff von zwei Seiten aufgebaut, um eine Ausbreitung des Feuers auf den linken Teil des Komplexes und den benachbarten Bauernhof zu verhindern. Die Wohnräume des Hofes wurden durch weitere Einsatzkräfte auf möglicherweise gefährdete Personen kontrolliert, da durch offene Fenster Brandrauch hineingezogen war, heißt es weiter.
Parallel wurde eine Wasserversorgung von zwei nahegelegenen Hydranten aufgebaut. Die Einsatzleitung entschied sich laut Feuerwehr außerdem, die Löscheinheit Aldekerk zur Unterstützung ebenfalls zu alarmieren. Insgesamt sieben Trupps unter Atemschutz bekämpften den Brand. Das Feuer konnte auf den rechten Gebäudeteil beschränkt werden. Während der Löscharbeiten wurden zwei Propangasflaschen aus dem Brandobjekt geborgen und gekühlt.
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Nach gut einer Stunde war das Feuer unter Kontrolle. Im weiteren Verlauf wurde das eingelagerte Stroh mithilfe eines Traktors aus dem Gebäude gefahren und im Freien auseinandergezogen. Im Rahmen der Nachlöscharbeiten kamen zahlreiche weitere Trupps mit Atemfiltern zum Einsatz, um das Stroh gezielt abzulöschen, Glutnester in den Dach- und Wandbereichen des Carports ausfindig zu machen und die Brandstelle abschließend mit Löschschaum zu bedecken. Es folgten umfangreiche Aufräum- und Logistikarbeiten.
Nach gut dreieinhalb Stunden machten sich die letzten Kräfte auf den Rückweg zu ihren Gerätehäusern. Nach etwa fünf Stunden war der Einsatz beendet. Insgesamt waren knapp 60 Kräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei mit 16 Einsatzfahrzeugen vor Ort. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Auch ein Pferd, das durch seine Besitzerin während des Einsatzes aus einem angrenzenden Stall in Sicherheit gebracht wurde, überstand den Einsatz unbeschadet. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Am Freitagabend erfolgte noch eine Brandnachschau.




