Nicole Malburg-Becker versteht die Welt nicht mehr. Als die Mitarbeiterin des „Lieblingsladen“ am Vluyner Platz jüngst das Geschäft betreten wollte, traute sie ihren Augen nicht. Das bei den Kindern so beliebte Spielgerät direkt vor dem Geschäft war urplötzlich abgesperrt, von drei Bauzäunen abgeriegelt.

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Vielleicht habe die Stadt Angst gehabt, vermutet Nicole Malburg-Becker, der wilde Mustang, eine sogenannte Federwippe in Pferde-Outfit, könne sich tatsächlich ungewollt aus dem Staub machen. „Wir haben das Pferdchen ordnungsgemäß von einem Spielplatzprüfer einbauen lassen, der sich mit allen DIN-Normen und Bestimmungen auskennt“, wundert sich die Vluynerin.

Auf dem Leineweberplatz sei ein in der Art ähnliches Spielzeug bereits abgebaut worden, obwohl Generationen darauf groß geworden sind. „Ich werde verrückt in diesem Land, was machen die nur mit uns?“, fragt sich Nicole Malburg-Becker. „Ich hoffe, sie werden sich pro Pferdchen entscheiden.“

Stadt begründet Maßnahme: kein Fallschutz

Die Stadt allerdings hat auf Anfrage der Redaktion die Maßnahme begründet. Bei einer aktuellen Routineprüfung von Spielgeräten seien von einem neu beauftragten Prüfer leider Bedenken angemeldet worden, auf die die Stadt kurzfristig reagieren musste. Diese würden sich auf die „grundsätzliche Installation und einen seiner Auffassung nach fehlenden Fallschutz am Wipptier“ beziehen.

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Im gleichen Zusammenhang hatte die Stadt auch weitere Spielgeräte (beispielsweise am Leineweberplatz) außer Betrieb genommen, die einen vergleichbaren Handlungsbedarf aufweisen würden. Bei der Installation dieser Spielgeräte sei durch einen anderen Prüfer die Sicherheit bescheinigt worden.

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Die Stadtverwaltung prüfe zurzeit, wie der nun bemängelte Fallschutz kurzfristig hergestellt werden könne, um die Gesundheit der Kinder zu gewährleisten.