Die Wohnungs-Mieten im Kreis Wesel, wie in ganz Nordrhein-Westfalen, sind deutlich höher als vor zehn Jahren. Das zeigen aktuelle Zahlen des Bundesbauministeriums. Seit 2014 ist der durchschnittliche Quadratmeter-Mietpreis im Kreis annähernd um die Hälfte gestiegen.

Auch interessant

Kreis Wesel: So stark stieg der Mietpreis

Für das Jahr 2024 – das ist der neuste verfügbare Stand – lag die durchschnittliche Netto-Kaltmiete im Kreis Wesel demnach bei 8,24 Euro pro Quadratmeter. 2014 lag dieser Wert noch bei 5,76 Euro. Das entspricht einem Anstieg von 43 Prozent in den vergangenen zehn Jahren.

Täglich (außer Samstag)

Wesel-Newsletter: Jetzt kostenlos anmelden!

Nachrichten, Service, Reportagen: Jeden Tag wissen, was in unserer Stadt los ist.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Damit liegt die Durchschnittsmiete im Kreis Wesel im NRW-Vergleich sozusagen im Mittelfeld und ziemlich nah am Nachbarkreis Kleve (8,29 Euro). In den nahen Kreisen Borken und Viersen zahlen Mieter im Schnitt dagegen nochmal deutlich mehr, 9 Euro beziehungsweise 9,03 Euro pro Quadratmeter. Beide Kreise erlebten über das vergangene Jahrzehnt auch einen rasanteren Mieten-Anstieg (Borken: plus 49,6 Prozent, Viersen: plus 48,4 Prozent). In Kleve fiel er mit 36,5 Prozent (von damals 6,07 Euro) milder aus als in Wesel. Die beiden Nachbarkreise sind damit preislich näher aneinander gerückt.

Wesel ist weit von den Miet-Spitzenreitern entfernt

Welche Städte die höchsten Wohnungsmieten in NRW aufweisen, überrascht nicht: Köln mit 14,15 Euro, Münster mit 13,81 Euro und Düsseldorf mit 12,99 Euro pro Quadratmeter sind mit Abstand die teuersten. Am günstigsten ist Wohnen zur Miete in den kreisfreien Städten Gelsenkirchen (6,72 Euro) und Hagen (6,83 Euro).

Die Antwort des Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen folgte auf eine Anfrage der Bundestagsfraktion der Linken. Die Zahlen basieren auf Netto-Angebotsmieten (kalt) im Internet und in Zeitungen inserierter Wohnungen im Neubau und Gebäudebestand. Betrachtet wurden laut Ministerium unmöblierte Angebote mit Wohnflächen von 40 bis 100 Quadratmeter mit mittlerer Wohnungsausstattung in mittlerer bis guter Wohnlage.