Wer sich heute in NRW nach einer neuen Mietwohnung umschaut, wird nicht nur mit einem überschaubaren Angebot, sondern auch mit hohen Mieten konfrontiert. Denn diese sind in NRW zwischen 2014 und 2024 um knapp 50 Prozent gestiegen. Das geht aus Antworten der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken hervor. Mancherorts sind die Mieten sogar um mehr als 60 Prozent gestiegen. Wie teuer ist die durchschnittliche Mietwohnung am Niederrhein?

Einen vergleichsweise moderaten Anstieg gab es im Kreis Kleve. Die durchschnittliche Angebotsmiete lag hier im vergangenen Jahr bei 8,29 Euro kalt pro Quadratmeter, zehn Jahre zuvor wurden noch 6,07 Euro fällig – ein Anstieg von 36,5 Prozent.

Im benachbarten Kreis Wesel ist das Mieten minimal günstiger: 2024 lag die Miete bei im Internet inserierten Wohnungen im Schnitt bei 8,24 Euro pro Quadratmeter, dafür gab es im Zehnjahresvergleich aber auch einen Anstieg um 43 Prozent.

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Mit 12,99 Euro pro Quadratmeter gehört Düsseldorf zu den drei teuersten Städten in NRW. Auch der relative Anstieg von 48,8 Prozent fiel deutlich höher aus als im Kreis Wesel und im Kreis Kleve, wie aus den Antworten der Bundesregierung hervorgeht.

Deutlich günstiger wohnen Mieter dafür in Duisburg. Die Angebotsmiete lag im vergangenen Jahr bei durchschnittlich 7,64 Euro pro Quadratmeter bei einem Anstieg von 43,4 Prozent, in Oberhausen herrschen ähnliche Verhältnisse. Etwas teurer ist es hingegen in Essen: hier ist der durchschnittliche Angebotspreis von 5,88 Euro pro Quadratmeter in zehn Jahren auf 8,67 Euro gestiegen.

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Am teuersten ist das Mieten wenig überraschend in Köln. Pro Quadratmeter wurden 2024 bei Neuvermietungen 14,15 Euro fällig, gegenüber 2014 ein Anstieg von 52,7 Prozent. Einen noch stärkeren Anstieg gab es mit 62,6 Prozent in Münster. Wer hier im vergangenen Jahr einen Mietvertrag abgeschlossen hat, zahlt im Schnitt 13,81 Euro pro Quadratmeter. Damit liegt Münster sogar noch vor der Landeshauptstadt.

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Den stärksten Anstieg gab es wiederum in Coesfeld im Münsterland. In zehn Jahren gab es hier einen Anstieg von 74,2 Prozent. 2024 lag der durchschnittliche Quadratmeterpreis bei Neuvermietungen bei fast zehn Euro.

In dem Schreiben betont die Bundesregierung, die Zahlen seien „nicht repräsentativ für das gesamte Wohnungsangebot von Neuvermietungen.“ Es handele sich lediglich um die Angebotsmieten von im Internet inserierten Wohnungen auf Immobilienplattformen und von Zeitungen für Angebote von Erst- und Wiedervermietungen.