Longevity (auf Deutsch: Langlebigkeit) ist in den letzten Jahren zum Trendbegriff geworden. Vielen denken bei dem Schlagwort an Menschen, die ihr Leben einem Gesundheitsdiktat unterwerfen, strenge Diäten pflegen, viele Pillen schlucken und teure Behandlungen über sich ergehen lassen. So wie der US-amerikanische Tech-Unternehmer Bryan Johnson (48), der Millionen in die Verjüngung seines Körpers investiert und täglich über 100 Nahrungsergänzungsmittel einnimmt, um seinen Alterungsprozess zu stoppen.

Bryan Johnson ist ein Extrem und erweckt den Eindruck, Longevity sei vor allem etwas für Reiche, Privilegierte und Asketen. Aber das Gegenteil ist der Fall. Wir alle wünschen uns eine möglichst lange und vor allem gesunde und selbstbestimmte Lebenszeit – ohne chronische Krankheiten und Leid gegen Lebensende. Und die wirksamsten Hebel um das zu erreichen sind weder teuer noch dogmatisch, sondern verblüffend einfach: Gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung, guter Schlaf und wenig Stress. Da ist die Forschung eindeutig.

Und eine weitere gute Nachricht: Schon kleinste Veränderungen können einen Effekt auf unsere Langlebigkeit haben: Bereits ein kurzer Spaziergang kurbelt den Stoffwechsel an. Ab 7000 Schritten täglich sinkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen messbar. Wer von Weißmehl auf Vollkorn umsteigt, tut seinem Blutzuckerspiegel einen Gefallen. Und wer täglich Gemüse isst, senkt das Risiko für bestimmte Krebserkrankungen. Langlebigkeit ist kein Elitenthema, sondern eine Einladung an uns alle in die eigene Gesundheit zu investieren. Dazu braucht es nur ein bisschen Freude an Veränderung. Es lohnt sich.


