Die Bevölkerung der niederländischen Regionen Limburg und Zeeland hat das geringste Vertrauen in die Politik. Das hat die Umfrage „Kieskompas“, zu Deutsch „Wahlkompass“, im Vorfeld der Provinzwahlen am kommenden Mittwoch ergeben.
Gefragt wurde nach dem vorherrschenden Gefühl zum Thema Politik in den Niederlanden. Landesweit antworteten demnach 35 Prozent der Befragen mit dem Begriff „Misstrauen“. In Zeeland war der Prozentsatz am höchsten (51 Prozent), gefolgt von der Grenzprovinz Limburg (45 Prozent).
In den eher ländlichen Regionen Drenthe, Gelderland und Nordbrabant, die an NRW grenzen, spielt der Begriff Misstrauen mit rund 40 Prozent ebenfalls eine große Rolle. Die Umfrageergebnisse zeigten einen merklichen Unterschied zwischen ländlichen und urban geprägten Regionen.
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In Südholland, Nordholland und Utrecht – Regionen, in denen die Metropolen Den Haag, Amsterdam, Rotterdam liegen und „Randstad“ genannt werden – wurde das Wort „Misstrauen“ am seltensten angegeben. Das Wort „Interesse“ unterdessen am häufigsten.
58 Prozent aller Befragten gaben zudem an, die Belange der Menschen in der Metropolregion „Randstad“ würden von der Politik stärker berücksichtigt. Nur 21 Prozent gaben an, dass sie sich im Allgemeinen von der Politik wahr- und ernstgenommen fühlen.
Die Umfrage wurde Ende Januar im Auftrag des niederländischen öffentlich-rechtlichen Rundfunks ausgeführt. 4871 Menschen nahmen teil.


