Die Fans von Rhein Fire waren weit zu hören. Ausnahmsweise nicht in der Schauinsland-Reisen-Arena – sondern mitten in der Duisburger Innenstadt. Im Rahmen des Frühlingsfestes fand die Saisoneröffnungsfeier des zweifachen Meister der European League of Football auf einer Bühne in der City statt. Oberbürgermeister und Football-Fan Sören Link, der übrigens nicht verraten will, für wen sein Herz in der NFL schlägt, war ebenfalls dabei, als die Weinroten ihre Spieler, Trainer und Cheerleader den Fans präsentierten. „Es war viel mehr los, als wir erwartet hatten“, freute sich Fire-Gesellschafter Martin Wagner über den Zuspruch. „Es sind auch viele Menschen stehen geblieben, die noch keine Rhein-Fire-Fans sind. So etwas freut uns und darauf hofft man natürlich auch.“

Es war viel mehr los, als wir erwartet hatten.

Martin Wagner, Gesellschafter von Rhein Fire

Bereits am Wochenende konnten sich die rheinischen Footballer einer tatsächlich noch größeren Öffentlichkeit präsentieren. Jahr für Jahr ist der NFL Draft, bei dem die 32 Teams der besten Liga der Welt ihre Nachwuchsspieler rekrutieren, ein großes Ereignis. „Bei der ersten Runde schalten in den USA rund 50 Millionen Menschen ein“, berichtet Wagner. Bei den übrigen Runden sind es im Schnitt zwölf bis 15 Millionen. Und diese Zuschauer haben nun den ELF-Champion kennengelernt. „Wir durften in einer Schalte den Fünftrunden-Pick unserer Kooperationspartners Seattle Seahawks präsentieren“, so Wagner. Die Fire-Spieler Chad Jeffries und Omari Williams verkündeten, dass sich das Team aus dem Nordwesten der USA für Defensivspieler Rylie Mills von der berühmte University of Notre Dame entschieden hatte. „Wir hatten etwa zwei Dutzend Fans eingeladen, ihnen vorher nicht gesagt, worum es geht, und uns dann an den Düsseldorfer Rheinterrassen getroffen“, erzählt Wagner über die TV-Schalte.

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Derweil hat der aktuelle Champion der ELF das Training aufgenommen – noch auf dem Gelände des Sportvereins der International School of Düsseldorf, ehe Rhein Fire im Laufe des Mai das frisch renovierte Gelände im Sportpark Wedau übernehmen und fortan in Duisburg trainieren wird. Während Fire die erneute Titelverteidigung anstrebt, erwartet Wagner die größte Konkurrenz in „Wien, Stuttgart und Paris. Wie gut Nordic Storm sein wird, müssen wir abwarten.“ Die neue Franchise aus Kopenhagen, die neben den erlaubten Importspielern auf dänische und schwedische Spieler zurückgreifen darf, „hat sich gut verstärkt, aber die Stärke der ‚Homegrowns‘ müssen wir abwarten“, so Wagner. Ein Länderspiel gegen Schweden endete kürzlich mit 60:0 für Deutschland.

Die Saison startet am 17. Mai mit einem Auswärtsspiel bei den Paris Musketeers.