Kurz vor dem Beginn der Play-offs sollte ein Football-Team seine Bestform erreicht haben. Und ganz offenbar ist das Timing bei Rhein Fire perfekt. Der Titelverteidiger in der European League of Football besiegte die Raiders Tirol daheim in Duisburg mit 34:24 (7:7, 13:10, 14:0, 0:7) und bot dabei eine durchweg bärenstarke Leistung. Das galt vor allem für Wide Receiver Harlan Kwofie. Er hatte beim Sieg gegen Berlin mit sechs Touchdowns auf sich aufmerksam gemacht. Das mag gegen einen schwachen Gegner schwer zu bewerten sein – doch gegen die Innsbrucker Toptruppe legte er nun noch einmal drei Touchdowns nach.

Wenn man so einen OC hat, der einem so vertraut – was willst du mehr?

Harlan Kwofie, Wide Receiver von Rhein Fire

Kein Wunder, dass der Passempfänger die Trophäe des „Man of the Match“ bekam, die er allerdings gleich an seinen Freund und neuen Offensive Coordinator Rohat Dagdelen weitergab. Nach seiner Verletzung machte der eigentliche Backup-Quarterback sein erstes Spiel in der neuen Position, wobei er zuvor schon als „Play-Caller“ als eine Art Spielertrainer im Einsatz war. „Wenn man so einen OC hat, der einem so vertraut – was willst du mehr?“, gab es von Harlan Kwofie gleich einmal eine Lobeshymne an seinen „Bruder“, der das Ganze sofort zurückgab.

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Tatsächlich zeigte sich das Offensivspiel der Duisburger Footballer bemerkenswert stringent. Dagdelen setzte entweder auf das starke Laufspiel von Jonathan Scott oder eben auf seinen Top-Receiver Harlan Kwofie. Als sich die Innsbrucker zur zweiten Hälfte genau darauf eingestellt hatten, variierte er bei der Auswahl des Running Backs und der Receiver. Zwar lagen die Österreicher zu Beginn zweimal vorne, doch 22 Sekunden vor der Halbzeit besorgte Harlan Kwofie die erste Führung, die Rhein Fire schnell auszubauen vermochte, weil die Gastgeber mit Ballbesitz in die zweite Halbzeit starten konnten. Als der Meister fünf Minuten vor dem Ende des dritten Viertels mit 34:17 vorne lag, war klar, dass die Innsbrucker ein kleines Football-Wunder bräuchten, um dieses Spiel noch zu drehen.

Alles zu Rhein Fire:

Nun kommt es am Sonntag (16.25 Uhr, Schauinsland-Reisen-Arena) zum Showdown: Dann trifft Rhein Fire auf die bereits für die Play-offs qualifizierten Nordic Storm aus Kopenhagen. Gewinnt der Meister, geht es in den Play-offs weiter.

Die Statistik:

Touchdowns: Harlan Kwofie (3), Jonathan Scott, Jannik Lörcks; Extrapunkte: Sebastian van Santen (4).